Die Olight H04 Active entdeckte ich durch Zufall während meiner Suche nach günstigen Kopflampen, welche fürs Laufen geeignet sind. Zahlreiche Eigenschaften machten sie im Preisbereich bis 20€ sehr interessant für diese Anwendung. Ihr Preis von 10€ inkl. Versand bei Amazon erschien mir extrem günstig, da alle vergleichbaren Konkurrenzmodelle prozentual deutlich teurer sind. Aus reinem Interesse habe ich mir dann mal eine angeschafft.
Sie kommt in einem winzig kleinen Karton zusammen mit einem Satz Batterien und einer englischsprachigen Anleitung.
Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und ist sehr leicht. Der Knopf hat einen sehr soliden Druckpunkt. Ich würde es als "mittel groß" bezeichnen.
Hier neben der Armytek Wizard (v1).
Das Kopfband ist verstellbar und bequem, da elastisch. Durch das geringe Gewicht der Lampe ist kein Überkopfband nötig. Es kann leicht entfernt werden, um es zu waschen (die Lampe selbst hat IPX4).
Den Lampenkörper kann man nach unten neigen, um den Lichtstrahl mehr Richtung Boden zu auszurichten. Die Lampe rastet in mehreren Positionen ein.
Betrieben wird die Lampe mit zwei AAA Batterien oder Akkus. Um diese zu wechseln, klappt man die Lampe oben auf. Wenn man genau hinguckt findet man auch die schmale, aber vorhandene Gummidichtung, welche ab Werk aber nicht gefettet ist.
Nun zur wichtigsten Eigenschaft der Lampe, dem Lichtbild. Nicht alle Kopflampen sind tatsächlich fürs Laufen geeignet. Viele strahlen zu eng oder zu breit ab. Meine Erfahrung ist, dass Lampen mit TIR-Linse und integriertem Wabendiffusor in der Regel am besten nutzbar sind, da sie ein gerichtetes Flutlicht erzeugen, welches gleichmäßig alles vor einem ausleuchtet und noch genug Reichweite bietet. Die H04 hat eine solche.
Verglichen mit der Linse der Armytek Wizard (rechts, für mich die Referenz unter den guten, aber noch bezahlbaren Kopflampen fürs Laufen) hat die Linse einen etwas kleineren Durchmesser und ist vorne nicht flach. Trotzdem erzeugt die Olight einen etwas stärker abgegrenzten Spot als die Wizard, was drinnen aber mehr auffällt als draußen.
Die H04 hat eine kalt-weiße Osram Duris P8 LED, welche von der Leistung und Größe her ähnlich zur Cree XP-G2/3 ist.
Es gibt drei geregelte Leuchtstufen:
Ich finde, dass sie hell genug ist, um vernünftig mit normalen Tempo laufen zu können und sich dabei sicher zu fühlen. Wer immer mit 4er Schnitt und schneller läuft sollte vielleicht über eine Lampe mit etwas mehr Reichweite nachdenken. Das Lichtbild ist breit und draußen ziemlich gleichmäßig, aber etwas enger als das der Wizard.
Hier ein verwackelter Beamshot (die hinteren Büsche sind ca. 7m entfernt). In Wirklichkeit ist der Spill um den Spot herum heller.
Dazu sollte ich erwähnen, dass ich eine Armytek Wizard mit XM-L2 LED & 90CRI besitze. Ich laufe normalerweise mit der high-Stufe, bei der sie "nur" 265 otf Lumen bringt. Diese reicht mir generell locker aus. Das ist ein ordentlicher Unterschied zur H04, aber er ist nicht unendlich groß.
Hier die H04 mit 120 Lumen und die Wizard mit 265:
Hier die H04 mit 120 und die Wizard mit 440 (allerdings andere Kamera Einstellungen):
Neben der weißen LED hat die Lampe auch zwei rote Positions-LEDs. Diese kann man dauerhaft leuchten oder blinken lassen. Allerdings nur, wenn die weiße LED nicht leuchtet.
Da man nur zwei Kreuzschrauben entfernen muss, habe ich die Lampe mal auseinander genommen. Es ist ja durchaus interessant, ob man z.B. die LED austauschen kann.
Die LEDs und die Elektronik sitzen auf einer normalen Platine ohne Metallkern. Die Haupt-LED wird bei so niedriger Leistung ja kaum warm und einige Maßnahmen zur Kühlung hat man ja doch getroffen (große Kupferleiterbahnfläche und thermal Vias, welche sie mit einer weiteren Kupferfläche auf der Rückseite der Platine verbinden).
Die Rückseite:
Man kann die LED also leider nur mit Heißluftstation austauschen.
Hier noch das Gehäuse ohne Platine:
Fazit:
Für 10€ finde ich die Lampe sehr empfehlenswert. Sie erfüllt alle wichtigen Anforderungen und ist deutlich günstiger als so ziemlich alle bekannten Konkurrenzmodelle.
Zwei Dinge sollte man hierbei beachten:
Sie kommt in einem winzig kleinen Karton zusammen mit einem Satz Batterien und einer englischsprachigen Anleitung.
Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und ist sehr leicht. Der Knopf hat einen sehr soliden Druckpunkt. Ich würde es als "mittel groß" bezeichnen.
Hier neben der Armytek Wizard (v1).
Das Kopfband ist verstellbar und bequem, da elastisch. Durch das geringe Gewicht der Lampe ist kein Überkopfband nötig. Es kann leicht entfernt werden, um es zu waschen (die Lampe selbst hat IPX4).
Den Lampenkörper kann man nach unten neigen, um den Lichtstrahl mehr Richtung Boden zu auszurichten. Die Lampe rastet in mehreren Positionen ein.
Betrieben wird die Lampe mit zwei AAA Batterien oder Akkus. Um diese zu wechseln, klappt man die Lampe oben auf. Wenn man genau hinguckt findet man auch die schmale, aber vorhandene Gummidichtung, welche ab Werk aber nicht gefettet ist.
Nun zur wichtigsten Eigenschaft der Lampe, dem Lichtbild. Nicht alle Kopflampen sind tatsächlich fürs Laufen geeignet. Viele strahlen zu eng oder zu breit ab. Meine Erfahrung ist, dass Lampen mit TIR-Linse und integriertem Wabendiffusor in der Regel am besten nutzbar sind, da sie ein gerichtetes Flutlicht erzeugen, welches gleichmäßig alles vor einem ausleuchtet und noch genug Reichweite bietet. Die H04 hat eine solche.
Verglichen mit der Linse der Armytek Wizard (rechts, für mich die Referenz unter den guten, aber noch bezahlbaren Kopflampen fürs Laufen) hat die Linse einen etwas kleineren Durchmesser und ist vorne nicht flach. Trotzdem erzeugt die Olight einen etwas stärker abgegrenzten Spot als die Wizard, was drinnen aber mehr auffällt als draußen.
Die H04 hat eine kalt-weiße Osram Duris P8 LED, welche von der Leistung und Größe her ähnlich zur Cree XP-G2/3 ist.
Es gibt drei geregelte Leuchtstufen:
- 10 ANSI Lumen für 20h
- 30 ANSI Lumen für 5,5h
- 70 ANSI Lumen für 170min (zu Beginn 10min mit 120 Lumen)
Ich finde, dass sie hell genug ist, um vernünftig mit normalen Tempo laufen zu können und sich dabei sicher zu fühlen. Wer immer mit 4er Schnitt und schneller läuft sollte vielleicht über eine Lampe mit etwas mehr Reichweite nachdenken. Das Lichtbild ist breit und draußen ziemlich gleichmäßig, aber etwas enger als das der Wizard.
Hier ein verwackelter Beamshot (die hinteren Büsche sind ca. 7m entfernt). In Wirklichkeit ist der Spill um den Spot herum heller.
Dazu sollte ich erwähnen, dass ich eine Armytek Wizard mit XM-L2 LED & 90CRI besitze. Ich laufe normalerweise mit der high-Stufe, bei der sie "nur" 265 otf Lumen bringt. Diese reicht mir generell locker aus. Das ist ein ordentlicher Unterschied zur H04, aber er ist nicht unendlich groß.
Hier die H04 mit 120 Lumen und die Wizard mit 265:
Hier die H04 mit 120 und die Wizard mit 440 (allerdings andere Kamera Einstellungen):
Neben der weißen LED hat die Lampe auch zwei rote Positions-LEDs. Diese kann man dauerhaft leuchten oder blinken lassen. Allerdings nur, wenn die weiße LED nicht leuchtet.
Da man nur zwei Kreuzschrauben entfernen muss, habe ich die Lampe mal auseinander genommen. Es ist ja durchaus interessant, ob man z.B. die LED austauschen kann.
Die LEDs und die Elektronik sitzen auf einer normalen Platine ohne Metallkern. Die Haupt-LED wird bei so niedriger Leistung ja kaum warm und einige Maßnahmen zur Kühlung hat man ja doch getroffen (große Kupferleiterbahnfläche und thermal Vias, welche sie mit einer weiteren Kupferfläche auf der Rückseite der Platine verbinden).
Die Rückseite:
Man kann die LED also leider nur mit Heißluftstation austauschen.
Hier noch das Gehäuse ohne Platine:
Fazit:
Für 10€ finde ich die Lampe sehr empfehlenswert. Sie erfüllt alle wichtigen Anforderungen und ist deutlich günstiger als so ziemlich alle bekannten Konkurrenzmodelle.
Zwei Dinge sollte man hierbei beachten:
- Wir neigen hier im Forum zum "Snob-tum", was Lampen betrifft. Nicht jeder möchte 50-100+€ für eine Kopflampe ausgeben.
- Früher waren LED-Kopflampen viel dunkler und die Leute haben sie auch benutzt. Die H04 ist viel heller bzw. effizienter oder länger hell oder zumindest leichter als die meisten bezahlbaren Kopflampen es vor 10-15 Jahren noch waren.
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