Olight H04 Active - Die Kopflampe fürs Laufen mit dem wohl besten Preis-Leistungs-Verhältnis

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Die Olight H04 Active entdeckte ich durch Zufall während meiner Suche nach günstigen Kopflampen, welche fürs Laufen geeignet sind. Zahlreiche Eigenschaften machten sie im Preisbereich bis 20€ sehr interessant für diese Anwendung. Ihr Preis von 10€ inkl. Versand bei Amazon erschien mir extrem günstig, da alle vergleichbaren Konkurrenzmodelle prozentual deutlich teurer sind. Aus reinem Interesse habe ich mir dann mal eine angeschafft.

Sie kommt in einem winzig kleinen Karton zusammen mit einem Satz Batterien und einer englischsprachigen Anleitung.

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Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und ist sehr leicht. Der Knopf hat einen sehr soliden Druckpunkt. Ich würde es als "mittel groß" bezeichnen.

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Hier neben der Armytek Wizard (v1).
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Das Kopfband ist verstellbar und bequem, da elastisch. Durch das geringe Gewicht der Lampe ist kein Überkopfband nötig. Es kann leicht entfernt werden, um es zu waschen (die Lampe selbst hat IPX4).

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Den Lampenkörper kann man nach unten neigen, um den Lichtstrahl mehr Richtung Boden zu auszurichten. Die Lampe rastet in mehreren Positionen ein.

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Betrieben wird die Lampe mit zwei AAA Batterien oder Akkus. Um diese zu wechseln, klappt man die Lampe oben auf. Wenn man genau hinguckt findet man auch die schmale, aber vorhandene Gummidichtung, welche ab Werk aber nicht gefettet ist.

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Nun zur wichtigsten Eigenschaft der Lampe, dem Lichtbild. Nicht alle Kopflampen sind tatsächlich fürs Laufen geeignet. Viele strahlen zu eng oder zu breit ab. Meine Erfahrung ist, dass Lampen mit TIR-Linse und integriertem Wabendiffusor in der Regel am besten nutzbar sind, da sie ein gerichtetes Flutlicht erzeugen, welches gleichmäßig alles vor einem ausleuchtet und noch genug Reichweite bietet. Die H04 hat eine solche.

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Verglichen mit der Linse der Armytek Wizard (rechts, für mich die Referenz unter den guten, aber noch bezahlbaren Kopflampen fürs Laufen) hat die Linse einen etwas kleineren Durchmesser und ist vorne nicht flach. Trotzdem erzeugt die Olight einen etwas stärker abgegrenzten Spot als die Wizard, was drinnen aber mehr auffällt als draußen.

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Die H04 hat eine kalt-weiße Osram Duris P8 LED, welche von der Leistung und Größe her ähnlich zur Cree XP-G2/3 ist.

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Es gibt drei geregelte Leuchtstufen:
  • 10 ANSI Lumen für 20h
  • 30 ANSI Lumen für 5,5h
  • 70 ANSI Lumen für 170min (zu Beginn 10min mit 120 Lumen)
Fürs Laufen ist natürlich nur die höchste Stufe interessant. 70 ANSI Lumen mit Regelung grenzen die Lampe bereits von den meisten Konkurrenten in dieser Preisklasse ab (viele sind ungeregelt, die mit Regelung haben meistens kürzere Laufzeiten). Die 120 Lumen zu Beginn hat man vermutlich fürs Marketing hinzugefügt. Der subjektive Unterschied ist eher gering. Das Licht von meinem Exemplar ist ein klassisches, leicht bläuliches kalt-weiß, vermutlich ca. 6500K.

Ich finde, dass sie hell genug ist, um vernünftig mit normalen Tempo laufen zu können und sich dabei sicher zu fühlen. Wer immer mit 4er Schnitt und schneller läuft sollte vielleicht über eine Lampe mit etwas mehr Reichweite nachdenken. Das Lichtbild ist breit und draußen ziemlich gleichmäßig, aber etwas enger als das der Wizard.

Hier ein verwackelter Beamshot (die hinteren Büsche sind ca. 7m entfernt). In Wirklichkeit ist der Spill um den Spot herum heller.
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Dazu sollte ich erwähnen, dass ich eine Armytek Wizard mit XM-L2 LED & 90CRI besitze. Ich laufe normalerweise mit der high-Stufe, bei der sie "nur" 265 otf Lumen bringt. Diese reicht mir generell locker aus. Das ist ein ordentlicher Unterschied zur H04, aber er ist nicht unendlich groß.

Hier die H04 mit 120 Lumen und die Wizard mit 265:

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Hier die H04 mit 120 und die Wizard mit 440 (allerdings andere Kamera Einstellungen):

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Neben der weißen LED hat die Lampe auch zwei rote Positions-LEDs. Diese kann man dauerhaft leuchten oder blinken lassen. Allerdings nur, wenn die weiße LED nicht leuchtet.

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Da man nur zwei Kreuzschrauben entfernen muss, habe ich die Lampe mal auseinander genommen. Es ist ja durchaus interessant, ob man z.B. die LED austauschen kann.

Die LEDs und die Elektronik sitzen auf einer normalen Platine ohne Metallkern. Die Haupt-LED wird bei so niedriger Leistung ja kaum warm und einige Maßnahmen zur Kühlung hat man ja doch getroffen (große Kupferleiterbahnfläche und thermal Vias, welche sie mit einer weiteren Kupferfläche auf der Rückseite der Platine verbinden).

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Die Rückseite:
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Man kann die LED also leider nur mit Heißluftstation austauschen.

Hier noch das Gehäuse ohne Platine:
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Fazit:
Für 10€ finde ich die Lampe sehr empfehlenswert. Sie erfüllt alle wichtigen Anforderungen und ist deutlich günstiger als so ziemlich alle bekannten Konkurrenzmodelle.

Zwei Dinge sollte man hierbei beachten:
  1. Wir neigen hier im Forum zum "Snob-tum", was Lampen betrifft. Nicht jeder möchte 50-100+€ für eine Kopflampe ausgeben.
  2. Früher waren LED-Kopflampen viel dunkler und die Leute haben sie auch benutzt. Die H04 ist viel heller bzw. effizienter oder länger hell oder zumindest leichter als die meisten bezahlbaren Kopflampen es vor 10-15 Jahren noch waren.
 
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Flashaholic**
9 März 2015
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Danke für dein Review!
Ich finde die 70lm reichen vollkommen aus fürs Laufen auf befestigten Wegen oder für simple Arbeiten im und ums Haus! Das Auge stellt sich sowieso auf die Dunkelheit ein und da können oft schon 70lm zu viel des Guten sein ;)

Klar fürs Laufen durch den Wald etc. würde ich jetzt persönlich auch eine stärkere Stirnlampe bevorzugen. Aber wenn man dann den Preis noch mit einbezieht kriegt man hier echt verdammt viel Lampe für wenig Geld.

Gruß Andi

P.S. Die Wizard hat eine echt geniale Lichtfarbe :thumbsup:
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Ich habe noch einen Beamshot eingefügt.

Hier habe ich noch weitere Fotos und Messergebnisse gefunden.
Bei 120 Lumen zieht die Lampe 0,53A aus den Batterien. Bei 70 Lumen (nach 10min) reduziert sie auf 0,34A. Mit Eneloops wären das gut 2h Laufzeit.

Die 400cd bei 120 Lumen bedeuten, dass die Lampe bei 70 Lumen ca. 232cd bringt. Das entspricht 30m ANSI Reichweite.
 
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Flashaholic**
6 Mai 2015
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Ich habe mir die Olight H04 Active spaßeshalber mal geholt. Für die 10 Euro bekommste eine Menge Kopflampe mit ordentlich Helligkeit. Zum joggen würde ich die nicht nehmen, aber zum Gassigehen mit dem Hund oder zum am/im Auto friemeln ist die richtig super. Einzig das low dürfte gern noch bissel lower sein und zum ausschalten nicht immer durch alle Leuchtstufen zappen müssen ... dann wär sie perfekt. Für den Preis kann man hier trotzdem volle 5 Sterne geben :).
 

Bbop

Flashaholic*
19 Januar 2016
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Dortmund
Gerade 3x besorgt zum verschenken. Perfekt. Olight Quali zum kleinen Preis.
Danke für das Review!

Ist das ROT wirklich nur als Positionsbestimmung nutzbar, oder sind die 2 LEDs hell genug, um z.B. damit zu lesen?
 
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Flashaholic**
6 Mai 2015
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Ist das ROT wirklich nur als Positionsbestimmung nutzbar, oder sind die 2 LEDs hell genug, um z.B. damit zu lesen?

Um vielleicht mal kurz einen Aufdruck oder ähnliches zu erkennen/lesen ist das Rotlicht ok. Lesen an sich würde ich damit nicht. Ist einfach zu dunkel und strengt die Augen zu sehr an, zumindest bei mir ... aber ich bin ja auch schon ein alter Sack :D.
 
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