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Review Spark SL6S-800cw

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  #1  
Alt 02.01.2012, 11:52
Flashaholic*
 
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Standard Review Spark SL6S-800cw


Guten Tag,

Heute präsentiere ich euch meine derzeitige Lieblingslampe, die Spark SL6S-800cw.
Warum ich sie so gerne mag? Sie ist verdammt hell, sieht klasse aus und die Bedienung ist einfach sehr praktisch.
Der Verkaufspreis mag zwar auf den ersten Blick recht hoch scheinen, die Lampe ist aber meiner Meinung nach ihren Preis absolut wert!
Spark ist auch im Forum vertreten und eine deutsche Vertretung gibt es auch, sodass der Versand sehr schnell geht und der Support entsprechend unkompliziert ist. Das ist auf jeden Fall schon mal ein sehr positiver Aspekt.
Und nun zum Produkt an sich …



Bezugsquellen

Bestellen könnt ihr die Lampe entweder bei den bekannten Händlern (MSITC, Lampentroll, Selected-Lights und Konsorten) oder direkt bei der deutschen Vertretung von Spark, Sitz Berlin unter www.spark-store.com
Der Preis beträgt 99,- Euro.


SL6S oder SL6? 800cw oder 740nw?

Beim Besuch der o.g. Seiten werdet ihr sehen, dass neben der hier getesteten SL6S auch eine SL6 angeboten wird.
Das Modell ohne „S“ am Ende hat hinten einen klassischen Tailcap-Schalter zusätzlich zum normalen seitlichen Schalter. Das ist Geschmacksache, ich habe mich für die Variante nur mit Seitenschalter entschieden.
Sowohl die SL6S als auch die SL6 gibt es wahlweise auch mit neutral weißer LED, dann stehen zwar „nur“ 740 Lumen zur Verfügung, die Lichtfarbe ist aber nicht so kalt wie bei der „cw“ (cool white“) Edition. Auch das kommt auf die persönlichen Vorlieben an, ich mag lieber die kühle Lichtfarbe.



Packung und Lieferumfang

Im händlerabhängigen Versandkarton befindet sich die Lampenverpackung, die wirklich sehr schick und edel wirkt. Sie ist in dunklem Grau gehalten und mit einem Logo bedruckt, an der Seite befindet sich der Aufkleber mit der genauen Lampenkennzeichnung.
Der Inhalt ist durch Schaumstoff gut vor Stößen geschützt und kann nicht herumfliegen.





In der Packung findet ihr die Taschenlampe, einen hochwertigen Holster, ein Tütchen mit zwei schwarzen O-Ringen sowie eine Milchglas-Scheibe („frosted“ für mehr Flood, beispielsweise bei Verwendung im Zelt, als Leselampe o.Ä.) und eine Anleitung.
In der kurzen Anleitung findet ihr unter anderem Informationen zur Bestromung, zur Bedienung und zur Laufzeit. Die Klappkarte enthält Daten zu allen Spark-Taschenlampen und ist daher nicht individuell für die SL6S-800cw verfasst worden.



Gehäuse und Qualität

Die Spark SL6S fällt auf - nicht nur durch ihre Leistung, sondern auch durch das Design.
Im Gegensatz zum Großteil der anderen taschenlampen ist die Spark nicht schwarz-glänzend anodisiert, sondern grau und matt. Das Grau wirkt ein wenig silbern und hat einen leicht metallischen Glanz. Einfach wunderschön, finde ich. Unauffällig und stilsicher, außergewöhnlich und extravagant.

Die Kühlrippen sind nicht erhaben und stören daher beim Anfassen nicht. Sie sind wirklich schön in das Gehäuse integriert.
Der Bezel, der sich abschrauben lässt, ist relativ „sanft“ gezackt, stört also in der Hosen- oder Jackentasche nicht. Durch die verschiedenen Strukturen ist die SL6S nicht komplett glatt und rutscht somit nicht einfach aus der Hand.



Ab Werk ist ein silberner Clip montiert, der gleichzeitig als Rollschutz dient. Leider ist der Clip nur aufgesteckt und daher im harten Alltagsleben eventuell nicht so sicher, bei größerer Belastung könnte er sich lösen.
Ich finde die Lampe ohne Clip wesentlich handlicher und habe ihn daher abgenommen.
Die beiden Rillen hinten (eine davon dient zum Befestigen des Clips) machen den Zigarrengriff theoretisch möglich, das ist bei der SL6S jedoch obsolet und nur bei der SL6 sinnvoll, da diese hinten einen Schalter hat.
An der Tailcap befinden sich gleich vier Löcher zum Befestigen eines Lanyards.
Der Tailstand ist problemlos möglich - in Kombination mit der Milchglasscheibe (mitgeliefert) kann man die Spark somit als kleine Laterne nutzen

Silbrig glänzend sieht der Clip schon schick aus


Der Holster ist fast ein bisschen zu groß für die Lampe - dafür lässt sie sich aber auch kopfüber einstecken.


Der Schalter ist schwarz, hat ein kleines Spark-Logo und ist in einen silbernen Ring eingefasst.
Die Schott-Glaslinse hat laut Hersteller eine Durchlässigkeit von 98% und schluckt somit wenig Licht.

Klare Linse oder Milchglas-Linse? Mehr dazu unten!


Austauschen lässt sich die Linse beispielsweise mit den tollen Saugnäpfen, die man beispielsweise in Bad oder Küche findet


Dank mehrerer O-Ringe ist die Spark wasserdicht nach IPX-8.

Allgemein ist die Verarbeitung wirklich exzellent! Die Anodisierung nach HA-III Standard wurde sehr sorgfältig ausgeführt, weist keine Fehler auf und ist wirklich sehr robust.
Leider sind die Gewinde kaum gefettet und kratzen - das lässt sich jedoch mit ein, zwei Tropfen Fett abändern.



Der OP-Reflektor ist ebenso exzellent verarbeitet und gleichmäßig beschichtet, die LED ist gut zentriert.
Ausbauen lässt er sich nicht - die Treiber-LED-Einheit ist fest im Lampenkopf verbaut und sogar mit Wärmeleitpaste versehen worden, siehe Foto.

Die Spark SL6S ist 12,2 Zentimeter lang. Die Hersteller-Angabe von 12,5cm bezieht sich wohl auf die SL6 mit Clicky am Lampenende.
Am hinteren Ende hat das Gehäuse einen Durchmesser von 24mm, der Bezel vorne hat einen Durchmesser von 31 Millimetern.
Ohne Akku wiegt sie 75 Gramm.






LED und Stromversorgung

In der cool white Version SL6S-800cw ist eine Cree XM-L T6 LED mit 800 Lumen verbaut, in der neutral white Variante SL6S-740nw eine XM-L T5 mit 740 Lumen.

Betreiben kann man die Taschenlampe entweder mit zwei RC123A Batterien (KEINE AKKUS! Die höhere Spannung würde dem Treiber schaden!) oder einem 18650er Akku.
Hier kann man zwar auch günstigere Modelle einsetzen - mit meinen geflammten TrustFire beispielsweise steht dann jedoch kein Super-Modus zur Verfügung.
Ich empfehle die Verwendung von AW-, Redilast- oder Spark-Akkus. Die Spark-18650er könnt ihr direkt beim Hersteller bestellen, für knapp 15€ sind sie zwar recht teuer, liefern aber bis zu 5,0A und die angegebene Kapazität ist auch wirklich drin.

Laut Hersteller zieht die Spark SL6S im Super-Modus 3,0A, daher sind gute Akkus wirklich von Vorteil!


Bedienung und Modi

Kommen wir nun zu einem wichtigen Punkt, der Bedienung. Diese ist einfach und effektiv.
Mit einem Klick wird die Lampe angeschaltet, ein zweiter Klick schaltet sie aus.
Bleibt man hingegen auf dem Schalter, so wird zwischen vier Helligkeiten gewechselt.

Super: 800 Lumen
Max: 500 Lumen
Med2: 220 Lumen
Med1: 70 Lumen
Low: 20 Lumen

Ist man in der gewünschten Stufe angelangt, lässt man den Schalter einfach los.
Zusätzlich hat die SL6S einen Modusspeicher, der zuletzt aktivierte Modus wird also gespeichert und beim nächsten Anschalten wieder aktiviert.

Mit einem schnellen Doppelklick gelangt man in den Super-Modus. Hier stehen ganze 800 Lumen zur Verfügung, was für eine Lampe dieser Größe wirklich sehr viel ist.
Den Super-Modus erreicht man aus jeder Stufe heraus. Wenn man die Spark mit einem Doppelklick anschaltet, gelangt man ebenfalls in Super.

Der Seitenschalter lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen, hier ein Bild mit den Siez Supporter CR.



Temperatur und Laufzeit

Trotz der Kühlrippen ist es nicht ganz einfach, die entstehende Wärme gut abzuführen. Aufgrund dieser Tatsache ist der Super-Modus auch auf exakt 5 Minuten begrenzt.
Die Messung wurde mit einem Infrarot-Thermometer durchgeführt. Der Messpunkt "oben" befindet sich genau einen Zentimeter vom vorderen Ende entfernt am senkrecht geriffelten Ring. "Logo" bezeichnet den Messpunkt am Spark-Logo.

HIGH MODE
Starttemperatur:
Oben: 23,5° Celsius
Logo: 23,6°
Nach 5 Minuten:
Oben: 42,3°
Logo: 34,0°
Nach 10 Minuten:
Oben: 48,5°
Unten 39,7°

SUPER MODE
Nach 5 Minuten (danach automatisches Runterschalten in High)
Oben: 55,5°
Logo: 40,0°


Die Angaben zur Laufzeit entnehme ich der Anleitung. Selbstverständlich ist die Angabe der Laufzeit im Super-Modus nur rein theoretisch, da nach 5 Minuten automatisch runtergedimmt wird. Man kann die Lampe dann zwar ausschalten und sofort wieder in den Super-Modus gehen, das ist aber nicht empfehlenswert, wenn man die LED nicht beschädigen möchte!

Super: 0,7 Stunden
Max: 1,4 Stunden
Med2: 3,5 Stunden
Med1: 10 Stunden
Low: 36 Stunden

Leuchtcharakteristik

Die Mischung aus Flood und Throw ist hier sehr gut gelungen - insgesamt ist die SL6S jedoch eher auf Flood ausgelegt.
Gestern beim Spaziergang mit dem Hund war ich echt begeistert, wie viel Licht die Spark wirft - gerade im Super-Modus ist die Helligkeit wirklich atemberaubend!
Der Beam ist wirklich sehr schön und weist keine Donutholes auf, die Helligkeit im Spill ist gleichmäßig verteilt und der Spot ist relativ klar abgegrenzt.
Auch im Nahbereich fallen keine Unregelmäßigkeiten auf.

Beamshots folgen heute Abend!

Die mitgelieferte Milchglas-Scheibe lässt die Lampe zu einem richtigen Flooder werden, das Licht wird breit gestreut und angenehm weich. Ideal also beispielsweise zum Lesen.





Frosted-Scheibe:


normale Scheibe:


Fazit

Nicht ohne Grund ist die Spark SL6S-800cw derzeit meine Lieblingslampe!
Sie sieht gut aus, ist sehr kompakt und passt notfalls auch in die Hosentasche und die Leistung ist absolut überragend. Auch wenn der Super-Modus nach fünf Minuten deaktiviert wird, steht man nicht im Dunkeln - die 500 Lumen des High-Mode reichen für die allermeisten Fälle absolut aus.
Die sehr hohe Lichtleistung in Kombination mit der guten Verarbeitung und der sehr praxisorientierten Bedienung machen die Spark SL6S zu einer tollen EDC-Lampe mit hoher Laufzeit.
Auch wenn sie nicht gerade ein Schnäppchen ist, so ist sie den Preis doch mehr als wert. Wer sich in das Design verguckt hat, aber eine etwas kleinere Lampe sucht und nicht ganz so viel ausgeben möchte, ist mit der Spark SL5-220cw vielleicht gut bedient, die ist nur 95mm lang und liefert mit einem 14500er Akku immerhin 280 Lumen.

Aktuelle Informationen, neue Lampen und Beamshots gibt es stets auf FlashlightReviews - schaut doch mal vorbei!


Geändert von amaretto (19.01.2012 um 15:27 Uhr)
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  #2  
Alt 02.01.2012, 12:46
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Vielen Dank für ein weiteres Deiner inzwischen schon anerkannt guten Reviews!

Auch wenn die Lampe schon etwas länger auf dem Markt ist und es schon ein paar Vorstellungen derselben gibt: jeder hat wieder eine andere Sicht auf die Vorzüge der Lampe und lässt sie in den Bildern in einem anderen Licht erscheinen.

Gelungene Vorstellung!!

Das erinnert mich etwas beschämend daran, dass ich meine Spark auch mal wieder ausführen muss. Die ist in letzter Zeit etwas kurz gekommen.


Gruß Johannes
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  #3  
Alt 02.01.2012, 13:08
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Danke, Johannes.
Es wird nicht das letzte Review sein, vielleicht kommt diese Woche noch ein richtiger Kracher.

Übrigens, auf Bild 5 kommt der interessante metallische Glanz schön zur Geltung.
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  #4  
Alt 02.01.2012, 18:21
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Super gemachtes Review. Du darfst weitere schreiben.
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  #5  
Alt 02.01.2012, 18:34
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Danke.
Ich bin so überzeugt von der Lampe, dass ich hoffentlich noch diese Woche meine SL5 in Empfang nehmen darf! Ein Review dazu folgt natürlich.

Und wie gesagt - auf die Niteye EYE-30 warte ich auch noch … pssst
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  #6  
Alt 02.01.2012, 23:09
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Hier nun die angekündigten Beamshots.



40 Meter Entfernung, D700, ƒ5, 4", 52mm und ISO 320



Hier findet ihr die Spark SL6S im großen Vergleich.
24 Meter bis zum Turm, D700, ƒ5,6, 2", 28mm und ISO 320



Und noch ein Video zu den verschiedenen Modi. Aufgenommen mit dem iPhone 4S, Belichtungsspeicher aktiviert, Entfernung zur Wand zirka 1 Meter.
+ YouTube Video
ERROR: If you can see this, then YouTube is down or you don't have Flash installed.
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  #7  
Alt 03.01.2012, 23:18
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Tolles Review, ich besitze die Lampe auch seid ein paar tagen und ich finde sie Top !
Zitat:
Leider sind die Gewinde kaum gefettet und kratzen - das lässt sich jedoch mit ein, zwei Tropfen Fett abändern.
Das ist mir auch aufgefallen, habe das Gewinde auch erst mal gesäubert und neu gefettet, nun kratzt da nichts mehr.
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  #8  
Alt 04.01.2012, 19:58
Flashaholic*
 
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Bitte - freut mich, wenn es dir gefällt.
Morgen kommt endlich meine SL5, da bin ich schon sehr gespannt drauf. Im Vergleich mit der wesentlich größeren MTE H6-1 braucht sich die SL6S übrigens im Nahbereich nicht verstecken, erst ab einer gewissen Entfernung zeigt sich der Vorteil des tiefen Reflektors.
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  #9  
Alt 04.01.2012, 20:17
Benutzerbild von amaretto
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Flashaholic**
 
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Zitat:
Zitat von herculaneum79 Beitrag anzeigen
Morgen kommt endlich meine SL5, da bin ich schon sehr gespannt drauf.
noch was zur Steigerung der Vorfreude:
review SL5
review SL52-500cw
beamshotvergleich SL5
Laufzeittest SL5
review SL5-220cw
review SL5-190nw
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Folgender Benutzer sagt Danke zu amaretto für den nützlichen Beitrag:
herculaneum79 (04.01.2012)
  #10  
Alt 04.01.2012, 22:11
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Hui, du machst mir das Warten nicht leicht. Und die Post kommt morgen frühestens um zehn Uhr …

Mal sehen, wann dann mein Review zur SL5 online gestellt wird. Natürlich brauche ich dazu erst mal die Lampe.
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