Die Zelle muss nicht zwangsläufig vorgeschädigt sein, soweit ich das beurteilen kann, aber hier wird sicher light-wolff bald für bessere Aufklärung sorgen.
Na, mal sehen, ob sich das aufklären lässt.
1. Hab's gerade am meiner SC52w am Labornetzgerät nachgemessen und kann bestätigen, was TalaSammler geschrieben hat: die Lampe schaltet in allen Modes bei Unterschreitung von 2,7V ab - außer im niedrigsten (L2)! Das ist m.E. ein böser Bug.
Die SC52w schaltet ja jeweils einen "Hauptmode zurück", wenn die Akkuspannung zu niedrig wird, also H->M->L, und zwar auf den jeweils zuletzt eingestellten Untermode (M1/M2 bzw L1/L2). Hatte man auf L also zuletzt L2 (niedrigste Stufe) eingestellt, killt sie einem einen ungeschützten Akku.
Einschalten kann ich meine SC52w im Gegensatz zu t-soung aber nach einer 2,7V-Abschaltung nicht mehr. Sie geht zwar an, so lange die Taste gedrückt wird, aber sofort wieder aus, wenn man loslässt.
2. Der Akku hätte abschalten müssen.
Das Verhalten, das er jetzt zeigt, deutet darauf hin, dass der Entlade-FET abgeschaltet ist. Die Lampe lässt sich dann nur noch über die Substratdiode dieses FETs laden, mit einem Spannungsabfall von 0,7V, d.h. die Ladespannung ist 0,7V höher als die Zellenspannung. Vielleicht kommt der VP1 damit nicht klar.
In dem Fall wäre die Zelle noch ok, nur der Lader blickt's nicht.
Sobald die Zellenspannung über 3V geht, wird der der Entlade-FET wieder freigeschaltet und es wird wieder Ladespannung=Zellenspannung.
Das ist aber ziemlich spekulativ und enthält einen Denkfehler: wenn der Entlade-FET abgeschaltet ist, misst man außen üblicherweise 0,0V. Außer man hat ein extrem hochohmiges Multimeter und/oder der FET Leckströme.
ODER das PCB ist tatsächlich defekt und einer der FETs wird nicht richtig angesteuert, das Gate "floatet" irgendwie so rum und er ist weder ganz auf noch ganz zu. So einen Fall hatten wir neulich, der war aber auf einen heftigen Schlag auf's PCB zurückzuführen, da hatten sich dann durch die Verformung Anschlussbeinchen von der Platine gelöst.
@ heiligerbimbam: Kannst Du mal die
Zellenspannung direkt messen, ohne das PCB zu entfernen? So: Multimeter-Plus an Akku-Plus, Multimeter-Minus mit spitzer Prüfspitze durch die Akkuhülle stechen und direkt auf den Zellenbecher, irgendwo an der Seite (aber nicht da, wo der Leiter zum Pluspol ist).
Wenn sie im gesunden Bereich ist (2,3-2,7V wären zu erwarten), könntest Du den Akku am Labornetzteil mit 3,8V und 50mA Strombegrenzung zu laden versuchen, bis die Zellenspannung über 3,0V geht. Den Rest dann im Lader.
Manche Schutzschaltungen versagen wenn der Akku mit sehr kleinem Strom leergenuckelt wird.
Wird immer wieder behauptet, aber noch noch keiner konnte auf Nachfrage je einen solchen Fall nennen. Es gibt auch keine technischen Grund dafür. Die Schutz-IC schalten alle rein spannungsgesteuert den Entlade-FET ab, unabhängig vom Strom. Dann kann allenfalls noch ein Leckstrom im Bereich ganz weniger µA fließen.
Ebenso gibt es Schutzschaltungen die ein Wiederaufladen des Akkus nach einer Tiefentladung verhindern. Bei 14500ern habe ich davon allerdings noch nie gehört, eher bei Laptopakkus.
Stimmt, wäre mir bei Einzelzellen aber auch neu. Fehlerbild könnte aber passen.
Mal sehen, was die Zellenspannungsmessung ergibt.