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Zink-Kohle Batterien auslaufsicher?

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  #1  
Alt 09.06.2011, 21:38
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Standard Zink-Kohle Batterien auslaufsicher?


Zink-Kohle Batterien haben ja nicht gerade viel Kapazität, dafür wirbt ein Hersteller auf der Verpackung mit: 'Leakage proof'.
Ist das wirklich so? Ich bin gerade dabei, den Flashaholicismus im Freundeskreis zu verbreiten und die haben nicht alle Eneloops.
Da ich damit rechnen muss, dass die arme Lampe Monate irgendwo rumliegt, würde ich ihnen keine Alkali-Zellen empfehlen.
Zink-Kohle gibt es ja als 20er Pack für 3 Euro oder so ähnlich. Können die wirklich nicht auslaufen?
Lithiumzellen in AA Größe sind zwar auch auslaufsicher und lange haltbar, kosten aber erheblich mehr.
Mit Akkus können die leider (noch) wenig anfangen, Primärzellen wären also eine Übergangslösung.

Wenn schlechte Batterien gute Lampen versauen wäre das doch sehr schade. Kennt ihr euch aus?


Geändert von Niederländer (09.06.2011 um 21:43 Uhr)
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  #2  
Alt 09.06.2011, 21:46
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Hi,

unabhängig davon, ob die Zink-Kohle-Batterien auslaufen, sind sie für leistungsfähigere Talas ungeeignet, da sie völlig unfähig sind, höheren Strom dauerhaft zu liefern:

Klick (linker Graph)

Wie es aber der Zufall will, habe ich vor Jahren mal solche Batterien in eine MagLite gepackt (hatte nichts anderes da und auch keine Ahnung davon) und sie sind bis heute darin und nicht ausgelaufen. Aber für heutige Lampen in meine Augen ungeeignet.

Edit: Wenn die Lampe auslaufsicher sein soll und selten verwendet wird, kann man besser über cr123 Batterien nachdenken, die man im Netz (!) für kleines Geld gibt. Selbst die billigen von Xtar für unter einen Euro sind gar nicht so schlecht: Test (ansonsten halt Panasonic für 1,50 Euro. Auf jeden Fall günstiger als Lithium in AA-BauForm). Aber man sollte einen Vorrat anlegen, da ein Mal Kaufen bei der Tanke teuer werden kann

Geändert von Paetzi (09.06.2011 um 21:55 Uhr)
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  #3  
Alt 09.06.2011, 21:49
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Dass die Spannung sofort einknickt hatte ich mir fast gedacht.
Dann muss ich den zukünftien Lampen Besitzern die Eneloops nahelegen.
Was ist denn Zn-Mn (KOH)? Die Entladekurve sieht für eine Primärzelle ja ganz gut aus.
EDIT: Gerade nachgedacht und: Das sind Alkalis! Dann führt kein Weg an Sanyo vorbei.
EDIT zu EDIT von Paetzi: Für mich wäre CR123 klar, zumindest ein Freund mit Interesse an einer Lampe, legte aber Wert auf normale AA Batterien. Im großen orangen Baumarkt gibt es 20 Energizer AA Zellen für 12 Euro, vielleicht kaufe ich mir die...

Geändert von Niederländer (09.06.2011 um 21:59 Uhr)
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  #4  
Alt 09.06.2011, 23:55
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http://data.energizer.com/PDFs/l91.pdf
Energizer L91 Lithium Batterie AA 1,5 Volt, 3000mAh - AkkuShop.de

die sind zwar teuer aber wenn die lampe eh monate rumliegt wird das wohl passen.
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  #5  
Alt 10.06.2011, 08:53
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Auch normale Alkaline-Batterien sind heute relativ auslaufsicher, zumindest versprechen die Markenhersteller eine Lagerbarkeit von bis zu 10 Jahren. Mir persönlich ist schon lange keine hochwertige Alkaline-Batterie mehr ausgelaufen, egal in welchem Ladezustand, Billigteile vom Discounter allerdings mit konstanter Boshaftigkeit schon.

Letztlich wird er auch in einer modernen Lampe mit Alkaline-Batterien zurechtkommen, wenn er damit zufrieden ist, die Batterien im Notfall halb voll zu müllen, und wenn er die Lampe selten fordert (sprich selten auf maximaler Helligkeit laufen lässt). Vielleicht kannst Du ihm die Scheu vor CR123 nehmen, wenn Du ihm mal zeigst, dass es diese Zellen praktisch überall zu kaufen gibt.

Bei den AA-1,5V-Lithium-Batterien ist das schon wieder anders, die sind letztlich nur im Spezialhandel erhältlich. Ich würde sie als guten Backup zu NiMH sehen, aber als überwiegend benutzte Stromquelle scheint mir CR123 praktikabler. Dazu kommen die Vorteile der entsprechenden Lampen.

Viele Grüsse
Eisbaer
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  #6  
Alt 13.06.2011, 13:22
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Zink-Kohle ist absoluter Schrott, speziell - aber nicht nur - im Hochstrombereich. Die Dinger gibt es nur in Leer glaube ich Also sie sind wirklich immer leer, nach kürzester Nutzung.
Und btw glaube ich nicht auslaufsicher! Auch wenn es draufsteht, sie laufen aus - regelmäßig. Könnte aber auch sein daß ich das jetzt mit Alkaline verwechsele, es ist zum Glück schon viele Jahre her. Ich erinnere mich nur daß ich früher haufenweise Batterien verwendet hatte und diese sind auch vergleichsweise oft ausgelaufen und waren ständig leer. Da hielten sogar Ni-Cd AA-Zellen mit nur 500-700mAh welche mit einem Billig Lader geladen wurden länger...

Aber auch Markenalkalines laufen scheinbar immer mal wieder aus, die aus dem Discounter sowieso. Ein Freund von mir hatte mal zu Beginn zwei Duracell Alkalines in seiner Fenix L2D... nach ein paar Tagen waren die ausgelaufen. Er meinte er hätte sie nur mal ganz kurz auf HIGH und Turbo gehabt, aber wirklich nicht lange. Nach der Beseitigung der Schäden wurde ein brauchbares Ladegerät und Varta Ready2Use angeschafft

Bei mir läuft selbst bei sehr anspruchslosen Anwendungen hin und wieder mal eine Markenzelle aus, also auch in Funkwetter-Stationen, Funkwecker, Waage etc. Alles schon dagewesen, nur immer recht zeitnah bemerkt, so daß nicht viel passiert ist. Gut kam jetzt zugegeben auch nicht so häufig vor, aber es kam vor und das sollte in solchen Fällen eigentlich überhaupt nicht passieren.

Wer AA Taschenlampen wirklich nutzen will, der kommt um leistungsfähige NiMH Zellen und ein angemessenes Ladegerät einfach nicht herum - außer evtl mit den teuren Lithium Energizer Einweg Batterien aus dem Fachversand. Zink-Kohle und Alkaline Batterien passen wirklich nur ihrer Größe wegen zufällig in AA Lampen hinein. Für die Belastungen welche entstehen aber gänzlich ungeeignet.

Hier mal ein interessanter Link bezüglich der Laufzeit und der "Energieentfaltung" von Alkalines unter Last in einer Fenix L1D und L2D: Flashlight Reviews and LED Modifications

Diese Grafik nutze ich immer ganz gerne um Newbies anschaulich zu erklären, warum man da jetzt wirklich keine Alkalines einsetzen kann


EDIT: Ein benutzbares Ladegerät kostet wirklich nicht mehr viel. Ein BC-700 und zwei bis vier Eneloops reichen ja schon aus, fertig ist das Starterpaket.

Gruß Jan

Geändert von Columbo (13.06.2011 um 13:24 Uhr)
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  #7  
Alt 13.06.2011, 18:07
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@Columbo: Danke für deine sehr ausführliche Antwort.
Ein BC-700 und Eneloops sind aber manchmal teurer als die Lampe. Ich habe ein halbes Jahr lang mit dem schlechten Lader von Eneloop geladen und hatte keine Probleme.
Ich werde zur Empfehlung der Lampe das Set mit vier Eneloops und zugehörigem Lader empfehlen.
Lithium AA lagere ich dann selbst ein, für eventuelle Stromausfälle und weil sie noch ein bisschen zuverlässiger als Eneloops sind.
Ich selber benutze sowieso Eneloops oder 14500 und eine Art Modellbaulader mit verschiedenen Halterungen.

Auch komisch: In meiner Stadt gibt es CR123, CR2, Energizer in allen Größen und manchmal sogar 18650er zu kaufen, aber kein gute Pizzeria.

Geändert von Niederländer (13.06.2011 um 18:26 Uhr)
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