Review Nitecore MH12 (MH10)

freaksound

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23 März 2011
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So Freunde der Nacht, heute möchte ich euch die Nitecore MH12 vorstellen, die praktisch baugleich mit der P12 ist, jedoch über einen Micro USB Anschluss verfügt, über den die Lampe direkt aufgeladen werden kann. Ich habe auch die kleine Schwester, die MH10 gehabt, die wiederum lediglich über einen Sideswitch verfügt, also ohne Clicky am Lampenende auskommen muss, sodass ich immer wieder kleine Querverweise zu dieser Lampe aufzeigen werde.

NITECORE

Erstmal zum Lieferumfang der MH12.
Der ist mit dem mitgelieferten Nitecore 3200mAh (MH10: 2300mAh), einem Micro USB Kabel, einem Clip, Lanyard, Holster, Ersatz O-Ringen, Tactical Ring, Ersatz Gummi für den Clicky und ausführlicher Bedienungsanleitung in gut geschriebener deutscher Sprache, nämlich üppig. Die MH10 bringt außer dem Tactical Ring auch alles mit.


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Die Verarbeitung beider Lampen ist absolut hochwertig, die Anodisierung ist widerstandsfähig und gleichmäßig, ein Anbringen und Entfernen des Clips hat bisher keine Kratzer hinterlassen. Sehr gut. Die Gewinde laufen satt und insgesamt hat das Gefühl etwas sehr Wertiges in Händen zu halten. Der Clip jedoch ist bei der MH10 aus billigem Blech, was der Lampe nicht gerecht wird. Das ist bei der MH12 deutlich besser, hier hält die Lampe auch fest am Gürtel . Ob das Produktpolitik oder Chargenstreuung ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings ist der Clip, im Verhältnis zur Größe der Lampen, etwas zu klein. Er hält, ja, aber er täte das besser wenn er etwas größer wäre. Das Holster ist bei beiden gleich, eher von einfacher Qualität.

Die XM-L2 sitzt gut zentriert in einem Smooth Reflektor , der frei von Einschlüssen ist. Den Beam würde ich als einen guten Allrounder bezeichnen. Mit 13500 Lux ist eine recht passable Reichweite möglich, bei gleichzeitig breiter Ausleuchtung für den Nah- und Mittelbereich. Die Lichftfarbe ist nicht zu kühl, noch ganz angenehm.

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Von dem Abmaßen gehen beide nicht mehr unbedingt als EDC durch, liegen aber doch gut in der Hand. Das UI ist einfach und die Leuchtstufen sind gut gewählt. Die MH12 wird über den Tail Clicky angeschaltet und die Modi werden über den Sideswitch nacheinander durch geschalten. SOS und die Sondermodi bekommt man durch Gedrückthalten des Sidswitches nur dann zu sehen, wenn man es will.
Durch Gedrückthalten des Modiwahlschalters und darauffolgendes Anschalten über den Clicky, aktiviert man die Spannungsanzeige, welche durch mehrmaliges Blinken der blauen LED im Modischalter mit 0,1V Genauigkeit Auskunft über die Spannung gibt. Beispiel: 3 mal Blinken, Pause, 9 mal blinken = 3,9V. Das ist eigentlich im angegeben Rahmen auch ganz zuverlässig, wenngleich ich tatsächlich mit dem Multimeter kleinere Abweichungen festgestellt habe. Wo man sich keine jedoch keine Sorgen machen muss, ist die Ladeschlussspannung. Die ist jedes Mal mit 4,19 – 4,2V perfekt.

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Beim Einstecken des MINI USB Kabels beginnt der Ladevorgang ganz automatisch, das ist bei beiden Modellen so, wenngleich in der Bedienungsanleitung steht, dass man die MH12 durch Betätigen des Clickys erst aktivieren müsse. Eventuell hat Nitecore hier sinnigerweise gleich nachgebessert. Sobald der Ladevorgang nach ca 6 Stunden abgeschlossen ist, erlischt die blaue LED.

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Achtung, die Laufzeitangaben gibt Nitecore mit 2600er Zellen an, die MH10 wird jedoch mit 2300er und die MH12 mit 3200er Zellen ausgeliefert, folglich sind die Lade- und Leuchtzeiten anders.

Zu den Leuchstufen. Im Turbo Modus, schaltet die Lampe nach drei Minuten runter und pendelt sich bei ca. 700 Lumen ein (geschätzt). Durch erneutes Anschalten hat man wieder die volle Leuchtkraft von 1000 Ansi Lumen.

Ich hatte gehofft die Lampe schaltet ab, wenn die Akkuspannung ein kritisches Level erreicht. Das tut sie allerdings nicht, was ich für einen großen Lapsus halte. Sie signalisiert zwar durch schrittweises Nachlassen der Leuchtstärke und Blinken des Modischalters ein nötiges Aufladen, allerdings wäre mir eine Zwangsabschaltung bei 2,9V deutlich lieber. So ist es zumindest möglich, den Akku in die Schutzschaltung zu treiben. Das mag man vielleicht für unnötig halten, jedoch möchte ich meinen Verwendungszweck der Lampe erläutern. Ich benutze die Lampe als Innenraumbeleuchtung meines Minicampers. Dafür ist die Lampe durch die Ladefunktion, Diffusoraufsätzen etc gut geeignet. Nur falls ich dabei einschlafe und lasse die Lampe leuchten, habe ich am nächsten Morgen eventuell einen in die Schutzschaltung gefahrenen Akku, was seine Lebensdauer bei mehrmaligem Vorkommen doch stark beeinträchtigen kann.

Durch das verfügbare Zubehör (ich habe einen weißen Diffusorkegel sowie einen Roten Warnaufsatz dazu gekauft), die Möglichkeit sowohl 2x CR123 Zellen im Notfall zu verwenden, oder gleich die Lampe über USB zu laden, macht es sie zur perfekten Notfall Lampe fürs Auto.

Übrigens gefällt mir dieses Feature sehr. Die Lampe ist praktisch fast narrensicher und man benötigt kein extra LiIon Ladegerät. Gut es dauert lange, dafür erhitzt sich weder Lampe noch Akku beim Laden. Grundsätzlich denke ich, das ist die Zukunft, Ob der Gummiverschluss der Ladebuchse der Weisheit letzter Schluss ist, weiß ich jedoch nicht. Das ist etwas fummelig und hält nicht immer so zuverlässig geschlossen. Eventuell werde ich da mit einem scharfen Messer nochmal nacharbeiten. Falls es schief geht, eine Ersatzabdeckung ist ja dabei.
Es können keine 16340er Akkus geladen werden! Jedoch können alle handelsüblichen 18650er geladen werden.

Fazit: Insgesamt eine hochwertige, robuste Lampe, mit viel Zubehör, Gutem UI, gut abgestimmten Leuchtstufen, die sich eigentlich kaum Schwächen erlaubt, außer vielleicht, dass ich Mühe habe den Sideswitch bei der MH10 nachts zu ertasten. Man kann sich jedoch damit behelfen den Clip als Markierung zu verwenden. Trotzdem ist das mühsam. Weswegen die MH12 mir deutlich lieber ist.
Was ich mir wünschen würde, wäre anstatt einer blauen LED im Sideswitch, zur Ladestandsanzeige eine mehrfarbige LED, die den Ladevorgang mit Grün und Rot ersichtlich macht. Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack.
Allerdings halte ich, wie gesagt eine Zwangsabschaltung für wichtig, damit man den Akku nicht in die Schutzschaltung treiben kann. Bitte Nitecore, hier nachbessern.

Das wars erstmal, falls ihr Fragen habt, jederzeit.
Danke fürs Lesen, Gruß Marco.
 
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freaksound

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Beim Einstecken des MICRO USB Kabels beginnt der Ladevorgang ganz automatisch, das ist bei beiden Modellen so, wenngleich in der Bedienungsanleitung steht, dass man die MH12 durch Betätigen des Clickys erst aktivieren müsse.

Da ist mir leider ein Fehler unterlaufen. Tatsächlich beginnt beim Einstecken des Kabels nur die Ladestandsanzeige zu leuchten, ohne dass tatsächlich geladen wird. Auch ein Einstecken des Kabels und darauffolgendes Drücken des Clickys bewirkt nichts. Man muss das Kabel bei EINGESCHALTETER Lampe Einstecken, andernfalls passiert nichts, ausser wie gesagt dass die LED Ladestandsanzeige leuchtet. Das ist verwirrend und wäre anders besser gelöst. Dennoch mein Fehler beim Review.

Gruß Marco
 

Lichtmichl

Flashaholic**
6 April 2014
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Trotzdem, gut gemachtes Review da eigene persönliche Vorstellungen und Wünsche zur Verbesserung der Lampe schön eingearbeitet sind. :thumbsup:

Gruß Micha