Hallo,
ein kleiner Umbaubericht zu zwei Maxtoch SN6X-2X. Diese Lampe ist der inoffizielle Nachfolger der FandyFire STL-V6. Dabei wurde nicht nur der Reflektor überarbeitet, sondern auch ein potenter Treiber, eine beschichtete Linse und ein pillenloses Mittelstück verbaut. Zudem sitzt die LED auf einem grossen MCPCB aus Kupfer ohne Sperrschicht.
Dieser Umbau raubt mir noch den letzten Nerv
Eigentlich dachte ich, dass beide Lampen nun fertig sind, aber beim Beamshotten hat sich scheinbar der Treiber in einer Lampe verabschiedet. Ich kann zwar keine Beschädigungen feststellen, aber er macht keinen Mucks mehr.
Nach ersten Versuchen mit der originalen XM-L2, die durchaus erfolgreich waren, haben wir uns entschieden auch XP-G2 auszuprobieren. Ich habe also bei der Bestellung direkt zwei Maxtoch MCPCB für XP-G/XP-L mitbestellt. Das etwas kleinere MCPCB gegenüber dem originalen passt noch genau unter den Reflektor, ohne dass die Anschlüsse stören. Das ist umso wichtiger, da die LED für eine gute Fokussierung tief in den Reflektor muss. Dazu aber später mehr.
Also, habe ich erst einmal eine Cree XP-G2 S2 2B von Intl reflow gelötet. Hier im Vergleich zum grösseren XM-L-MCPCB. Das war noch der einfache Teil
Hier eine 2X mit XP-G2 S2 und eine mit XM-L2.
Hier in der Lampe eingesetzt. Die LED (hier XP-G2 S2) ist verschraubt.
In der anderen Lampe war nach dem LED-Tausch (XP-G2 S3) der Abstand zum Reflektor ca. 0,5mm zu gross, was nicht nur ca. 50 KLux weniger ausmachte, sondern auch übelste Ringe im Lichtbild mit sich brachte. Also habe ich einen alten Kupfer Star abgeschliffen, um diesen unter den Maxtoch Star zu löten. Mit Kleben habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht.
Fast genau 1mm stark
Und hier reflowed unter den Maxtoch Star.
Der Reflektor liegt auf dem MCPCB auf. Tiefer geht es also nicht mehr.
Hier die XP-G2 S2 im Reflektor (ohne Spacer, ohne Zentrierring)
Hier die XP-G2 S3 im Reflektor (mit Spacer und Zentrierring).
Man sieht, dass etwas Silikon bei der S3 nach dem Dedomen hängengeblieben ist, was aus meiner Sicht den minimalen Leistungsunterschied von ca. 12 Klux begründet, trotz einer etwas höheren Bestromung der S3. Die Lichtfarbe bei der S2 ist sichtbar kühler als bei der S3. Grünlich ist es aber aus meiner Sicht kaum, das kommt auf den Beamshots anders rüber. Ich würde aber demnach die hier verwendete XP-G2 S3 von LED-Tech (Cree XPGBWT-B1-2T-S3) vorerst nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Ich mag es lieber kühl.
Kompliziert wurde es dann beim Mod des Treibers. Nach anfänglichen Versuchen mit XM-L2 und einem zusätzlichen R120, musste ich den dort erreichten Strom von ca. 5,9A reduzieren. Dafür habe ich aus einem defekten Treiber einen R160 ausgelötet und auf den R056 gesetzt (Gesamtwiderstand 41.48 Milliohm, 5,4A) und für die zweite Lampe den originalen R056 entfernt und anstatt dessen zwei R082 (Gesamtwiderstand 41 Milliohm, 5,46A), die ich noch vom K40-Treibermod übrig hatte eingelötet. Ich hatte mir dafür extra ein dünnes SMD-Lot besorgt. Bei Versuchen damit stellte sich jedoch heraus, dass das Lot sehr hohe Temperaturen braucht, um flüssig zu werden und dabei dann noch sehr schlecht Kontakt herstellt. Nach etlichen Fehlversuchen habe ich mir dann CR44-Lötpaste besorgt, dann klappte das ganze auf Anhieb. Dennoch hat mich das ganze experimentieren einige LED gekostet. Lötstellen werden durch mehrmaliges Löten leider auch nicht hübscher, aber ich bin ja kein gelernter Elektroniker
Der Treiber zieht nun 3,6A (XP-G2 S2) aus zwei Akkus, gemessen an der Tailcap. Dass der andere - mittlerweile abgerauchte - Treiber bis zu 4,3A aus den Akkus zog, gab schon einen Hinweis darauf, dass er nicht mehr vollkommen sauber arbeitete. Es gibt aber beim Hersteller für 8,60 US$ inkl. Porto Ersatz.
Luxmessung mit Efest Purple 18650 (die Werte waren mit Samsung 25R leicht niedriger).
Interessant ist der sichtbare Helligkeitsunterschied des Spill. Trotz geringerer Lux, war der Sidespill der S3 Variante deutlich heller.
Beamshots
Nikon P100, f=3,5, 2 Sek., ISO800
Kontrollshot
SN6X-2X XP-G2 S2
SN6X-2X XP-G2 S3. Nach dem Entnehmen vom Stativ war der Treiber tot.
HD2010 XM-L2 LD-1 (ca. 210 KLux)
Kontrollshot
SN6X-2X XP-G2 S2
Ich bin nun nach ca. zwei Monaten Umbauzeit sehr zufrieden mit der ersten Lampe. XP-G2 ist absolut nutzbar in dieser Lampe. Jetzt gilt es noch, auch die zweite endlich ans Fliegen zu bekommen.
Grüsse
Kenjii
ein kleiner Umbaubericht zu zwei Maxtoch SN6X-2X. Diese Lampe ist der inoffizielle Nachfolger der FandyFire STL-V6. Dabei wurde nicht nur der Reflektor überarbeitet, sondern auch ein potenter Treiber, eine beschichtete Linse und ein pillenloses Mittelstück verbaut. Zudem sitzt die LED auf einem grossen MCPCB aus Kupfer ohne Sperrschicht.
Dieser Umbau raubt mir noch den letzten Nerv
Nach ersten Versuchen mit der originalen XM-L2, die durchaus erfolgreich waren, haben wir uns entschieden auch XP-G2 auszuprobieren. Ich habe also bei der Bestellung direkt zwei Maxtoch MCPCB für XP-G/XP-L mitbestellt. Das etwas kleinere MCPCB gegenüber dem originalen passt noch genau unter den Reflektor, ohne dass die Anschlüsse stören. Das ist umso wichtiger, da die LED für eine gute Fokussierung tief in den Reflektor muss. Dazu aber später mehr.
Also, habe ich erst einmal eine Cree XP-G2 S2 2B von Intl reflow gelötet. Hier im Vergleich zum grösseren XM-L-MCPCB. Das war noch der einfache Teil
Hier eine 2X mit XP-G2 S2 und eine mit XM-L2.
Hier in der Lampe eingesetzt. Die LED (hier XP-G2 S2) ist verschraubt.
In der anderen Lampe war nach dem LED-Tausch (XP-G2 S3) der Abstand zum Reflektor ca. 0,5mm zu gross, was nicht nur ca. 50 KLux weniger ausmachte, sondern auch übelste Ringe im Lichtbild mit sich brachte. Also habe ich einen alten Kupfer Star abgeschliffen, um diesen unter den Maxtoch Star zu löten. Mit Kleben habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht.
Fast genau 1mm stark
Und hier reflowed unter den Maxtoch Star.
Der Reflektor liegt auf dem MCPCB auf. Tiefer geht es also nicht mehr.
Hier die XP-G2 S2 im Reflektor (ohne Spacer, ohne Zentrierring)
Hier die XP-G2 S3 im Reflektor (mit Spacer und Zentrierring).
Man sieht, dass etwas Silikon bei der S3 nach dem Dedomen hängengeblieben ist, was aus meiner Sicht den minimalen Leistungsunterschied von ca. 12 Klux begründet, trotz einer etwas höheren Bestromung der S3. Die Lichtfarbe bei der S2 ist sichtbar kühler als bei der S3. Grünlich ist es aber aus meiner Sicht kaum, das kommt auf den Beamshots anders rüber. Ich würde aber demnach die hier verwendete XP-G2 S3 von LED-Tech (Cree XPGBWT-B1-2T-S3) vorerst nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Ich mag es lieber kühl.
Kompliziert wurde es dann beim Mod des Treibers. Nach anfänglichen Versuchen mit XM-L2 und einem zusätzlichen R120, musste ich den dort erreichten Strom von ca. 5,9A reduzieren. Dafür habe ich aus einem defekten Treiber einen R160 ausgelötet und auf den R056 gesetzt (Gesamtwiderstand 41.48 Milliohm, 5,4A) und für die zweite Lampe den originalen R056 entfernt und anstatt dessen zwei R082 (Gesamtwiderstand 41 Milliohm, 5,46A), die ich noch vom K40-Treibermod übrig hatte eingelötet. Ich hatte mir dafür extra ein dünnes SMD-Lot besorgt. Bei Versuchen damit stellte sich jedoch heraus, dass das Lot sehr hohe Temperaturen braucht, um flüssig zu werden und dabei dann noch sehr schlecht Kontakt herstellt. Nach etlichen Fehlversuchen habe ich mir dann CR44-Lötpaste besorgt, dann klappte das ganze auf Anhieb. Dennoch hat mich das ganze experimentieren einige LED gekostet. Lötstellen werden durch mehrmaliges Löten leider auch nicht hübscher, aber ich bin ja kein gelernter Elektroniker
Der Treiber zieht nun 3,6A (XP-G2 S2) aus zwei Akkus, gemessen an der Tailcap. Dass der andere - mittlerweile abgerauchte - Treiber bis zu 4,3A aus den Akkus zog, gab schon einen Hinweis darauf, dass er nicht mehr vollkommen sauber arbeitete. Es gibt aber beim Hersteller für 8,60 US$ inkl. Porto Ersatz.
Luxmessung mit Efest Purple 18650 (die Werte waren mit Samsung 25R leicht niedriger).
| XP-G2 S2 | XP-G2 S3 | |
|---|---|---|
| Low | 68,7 KLux | 75,2 KLux |
| Mid | 171 KLux | 182 KLux |
| High | 404 KLux | 392 KLux |
Interessant ist der sichtbare Helligkeitsunterschied des Spill. Trotz geringerer Lux, war der Sidespill der S3 Variante deutlich heller.
Beamshots
Nikon P100, f=3,5, 2 Sek., ISO800
Kontrollshot
SN6X-2X XP-G2 S2
SN6X-2X XP-G2 S3. Nach dem Entnehmen vom Stativ war der Treiber tot.
HD2010 XM-L2 LD-1 (ca. 210 KLux)
Kontrollshot
SN6X-2X XP-G2 S2
Ich bin nun nach ca. zwei Monaten Umbauzeit sehr zufrieden mit der ersten Lampe. XP-G2 ist absolut nutzbar in dieser Lampe. Jetzt gilt es noch, auch die zweite endlich ans Fliegen zu bekommen.
Grüsse
Kenjii
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