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Review Lupine Betty 12 / 26° / 2600 Lumen

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  #1  
Alt 25.11.2011, 21:18
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Hallo zusammen,

wie ihr vielleicht wisst, bin ich nicht so der Review-Schreiber, aber bei dieser Lampe wollte ich doch ein paar Sätze loswerden.
Ich denke dieses Review wird technisch durchwachsen, und mit einigen Bildern gespickt sein. Wem das zu viel Text, zu viel Technik oder überhaupt zu viel wird, dem kann ich nur sagen: Sorry, aber ich kann mich gerade nicht zurückhalten.

Nun, da ist sie also, die „Königin der Nacht“:
Spitzname: „Betty the Beast“
Amtliche Bezeichnung: Lupine Betty 12, 26°, Art.-Nr.: 719 (Helmversion)
Mission: Vernichtung der Dunkelheit

Technische Daten lt. Hersteller:
- 2600 Lumen
- 26 Watt Leistung
- 26° Version
- 7- fach Linsenarray (7x Cree XM-L)
- 11.2 Ah SmartCore Akku
- 5 Stunden Ladezeit
- Gewicht: (inkl. Akku) 580g, Maße: 54 x 43 mm
- Leuchtdauer: 3,40 Std. bei 26W

Der Lieferumfang:
- Betty Lampenkopf
- Smart Core Akku 11.2Ah
- Ladegerät „Charger One“
- 12V Auto-Ladekabel
- Helmhalter für Fahrradhelm
- 120cm Verlängerungskabel
- Aluhalter 25-31.8mm (am Kopf montiert)
- Transporttasche
- Kleinteile: Klettbänder zur Montage von Akku und Halter, Montage-O-Ringe in zwei Größen

Zusätzlich habe ich bestellt:
- Lupine Stirnband HD (für den Betrieb direkt auf dem Kopf / Mütze)
- Lupine Stirnband Standard (für die dauerhafte Montage am Kletterhelm)

Nach dem auspacken habe ich die ganzen Teile erst mal befingert:

Der Lampenkopf: Er ist wunderbar verarbeitet, die Beschichtung ist einwandfrei! Der kleine Halter an der Unterseite ist mit einer Innensechskantschraube befestigt, man muss ihn lösen um den Montage-O-Ring zu tauschen (es liegen zwei Versionen bei), alle Teile sind aus Aluminium. Der Halter hat eine Gummierung, dadurch sitzt der Kopf sowohl am Helmhalter oder Stirnband als auch einem beliebigen Rohr einwandfrei und rutschfest. Und der Kopf wird nur mit dem O-Ring befestigt! Ich war erst skeptisch, aber das Ganze ist simpel und funktioniert!
Wenn man vorne auf die Linsen schaut findet man ganz klein das Lupine-Logo wieder. Alles sieht einwandfrei montiert und zentriert aus.
Nachdem die Lampe ca. 5 Minuten auf der höchsten Stufe lief, ist die Frontscheibe von innen in der Mitte beschlagen. Nun bei den Temperaturunterschieden nicht ungewöhnlich dachte ich mir. Dennoch habe ich den Support angeschrieben und bekam sehr schnell die Antwort, dass ich den Lampenkopf mal aufschrauben und die Lampe warmlaufen lassen solle und dann wieder verschließen solle. So hab ich es dann auch gemacht, aber wohl nicht lange genug, denn bei den Lux-Messungen weiter unten ist die Lampe wieder beschlagen. Somit werden ich das demnächst wiederholen.








Der Taster oben auf dem Lampenkopf ist angenehm groß und ungewohnt viereckig. Der Druckpunkt ist sauber, hätte aber etwas satter sein können, besonders wenn man ihn mit Handschuhen bedient, aber das ist Klagen auf höchstem Niveau.
Über dem Taster sind vier farbige SMD-LEDs die verschiedene Informationen weitergeben können (Schaltstufe, Akkuspannung, Akkuwarnung u.Ä.), sofern man sich mit der Anleitung befasst hat. Im normalen „On-Off-Betrieb“ sieht man erst mal nur zwei LEDs, entweder die grüne für die kleine oder mittlere Stufe, oder die blaue LED für das Fernlicht (High).





Die Kabel: Bei einigen Stirnlampen auf dem Markt gibt es Probleme mit Kabelbrüchen, besonders bei niedrigen Temperaturen. Diese Probleme erwarte ich hier nicht, denn die Kabel sind beschriftet mit: „Lupine Low-temperature bend -40°C“. Sie sind sehr flexibel und fühlen sich sehr gut an! Am Lampenkopf selbst ist ein ca. 30cm langes Stück Kabel fest angeschlossen, dann kommt eine Stecker, dann das mitgelieferte 120cm-Verlängerungskabel, wieder ein Stecker und dann der Akku. Die Steckverbindungen machen einen guten Eindruck, sie habe einen Gummiüberzug und sitzen „satt“. An den Pins bzw. Buchsen ist eine kleine Menge „Kontaktfett“ erkennbar, zudem wird eine kleine Spritze mit „Lupine Dutch Grease“ zur Pflege der Kontakte mitgeliefert, so muss das sein!





Der Akku: Ein ca. 14 x 4 cm großer rechteckiger Klotz mit 11,2 Ah und 8,4V (voll geladen). Erster Eindruck: Kleiner als erwartet! Das Gehäuse ist aus Kunststoff, auf der Oberseite findet man eine Batterieanzeige mit einer Taste. Wenn man diese betätigt ertönen erst mal ein paar leise Töne! Oh, der Akku kann sprechen, wenn auch erst mal undeutlich… Die Bedeutung der schüchternen Piepstöne: Der Ladestand des Akkus! Jedes „Piep“ steht für 20% Kapazität, wenn er also 5x piept, ist er randvoll. Eigentlich eine prima Sache, nur ist das Gehäuse so gut abgedichtet das die Töne zu leise sind…
Nach der akustischen Meldung folgt die optische Anzeige mit 5 LEDs, das bedeutet wieder 20% Kapazität pro LED. Zudem sind eine Rücklicht- und eine Lauflichtfunktion eingebaut. Für die Biker bestimmt praktisch…
An der Unterseite des Akkus befindet sich ein gummierter schalenförmiger Halter, der zur Montage am Fahrradrahmen gedacht ist. Natürlich gibt es dafür zwei Klettbänder in verschiedenen Größen. Ich trage den Akku mit dem größeren Klettband am Gürtel, für manchen vielleicht etwas zu schwer, mich stört es nicht.
Bei dem mitgelieferten Akku gingen zu meiner Überraschung die Gummiendkappen sofort ganz leicht ab, darunter fand man Kleberreste. Daraufhin habe ich Lupine angeschrieben und bekam sehr schnell Antwort dass dieser Akku ein Problem hat und getauscht wird, der Ersatz Akku kommt vorab per Post. So muss das sein: Einwandfreier, unkomplizierter und freundlicher Support ohne viel Tamtam, sehr schön!








Der Helmhalter: Nun da gibt es nicht so viel zu sagen, denn ich selbst brauche die Lampe nicht zum biken. Zum Test habe ich den Halter hier mal auf einen Fahrradhelm montiert, um zu zeigen wie das aussieht. Der Halter wird sich wohl langfristig auf dem Helm meines Kumpels einnisten um dort gelegentlich bei „Night-Rides“ zu dienen…







Das HD-Stirnband: Das nenne ich mal ein Stirnband! Es macht den Eindruck als sollte eine Fenix TK70 auf den Kopf montiert werden! Groß, breite Bänder, Überkopfband, alles sehr weich... Das Ding ist mit der Betty definitiv unterfordert, mit der Konsequenz dass man einen super Tragekomfort hat. Da das Band sehr flächig auf dem Kopf anliegt fühlt es sich fast wie eine Mütze an, man denkt nicht dass man eine Stirnlampe trägt. Ich werde es nur zum Wandern oder „übertägiges Urban-Exploring“ nutzen, ich denke für Jogger ist das Band genial, weil es sauber am Kopf sitzt.
Achja: Es gibt seitlich eine Halter um das Kabel nach hinten zu führen.







Das „normale“ Stirnband: Nun, so ganz normal ist das Teil irgendwie nicht, die Bänder sind 40mm breit! Das hat erst mal klare Vorteile, denn viel Auflagefläche bringt Tragekomfort. In meinem Fall wurde das Band am Kletterhelm montiert, da keine Lüftungsschlitze für die Montage vom Helmhalter vorhanden sind, und ich den Helm nicht anbohren wollte. Auch dieses Band hat Halter für die Kabelführung, diese sind allerdings sehr eng, also nicht unbedingt geeignet um das Kabel mehrfach ein- und auszuhängen.





Das Ladegerät: Mitgeliefert wird der „Lupine Charger One“. Wenn man ihn das erste Mal in die Hand nimmt denkt man „Ups, ganz schön schwer“ denn er kommt in einem schicken Alugehäuse daher. Ebenfalls werden ein Steckernetzteil und ein 12V-KFZ-Adapter geliefert.
Der Lader hat eine kurze Leitung mit passender Anschlussbuchse für den Akku montiert, und ist wohl ein Universallader für alle jüngeren und älteren Lupine Akkus. Er hat ein blau beleuchtetes Display welches die Ladespannung, den Ladestrom, das Programm, den Zustand (charge, full, error usw.) und die geladene Kapazität anzeigt.
Auch sind verschiedene Einstellungen möglich:
- Ladeprogramm „Li-Ion“ mit einstellbarer Ladestrom- und Lademengenbegrenzung
- Programm „form“ für NI-CD oder NI-MH Akkus
- Programm „disc“ zum entladen des Akkus (Kapazität überprüfen)
- Programm „Li 50%“, der Lion-Akkus wird entladen und dann auf 50% aufgeladen (optimaler Lagerzustand)
- Ladeprogramm „NI-MH“ mit einstellbarer Ladestrom- und Lademengenbegrenzung

Insgesamt ein feines Ladegerät! Ob ein Balancer installiert ist kann ich nicht sagen, theoretisch könnte dieser (passiv) in der Akkuelektronik versteckt sein.





Die Verpackung: Die ganze Lieferung ist in einer schönen Tasche verpackt, die spontan an eine Fototasche erinnert: Schön flauschig gepolstert und verstellbare Unterteilungen mit Klettflächen. Der eine wird sagen: „Überflüssig!“ Ich finde sie gut, und werde sie bei den Touren ins Auto legen, so kann man im Notfall schnell den Akku nachladen, oder ein anderes Klettband verwenden, weil man alles Zubehör dabei hat.





Die Bedienung: Wenn man den Akku mit der Lampe verbindet, wird zuerst ein Selbsttest durchlaufen, dabei fährt die Lampe einmal die Leuchtstufen durch! Wenn man’s weiß, kein Problem, aber beim ersten Mal hab ich schön blöd geguckt als die Lampe einfach selbst anfing zu leuchten.
Ein einfacher Klick auf den Taster am Lampenkopf schaltet die Betty ein (auf der letzten Leuchtstufe), jeder weitere Klick wechselt die Stufen, wenn man den Taster festhält (ca. 1-2 Sekunden) geht sie wieder aus.
Die Betty ist programmierbar, das bedeutet man kann einige Einstellungen und Funktionen ändern, ich werde da jetzt nicht im Detail drauf eingehen, sondern nur mal aufzählen. Wer sich das genauer anschauen will bekommt hier die Anleitung: http://www.lupine.de/web/content/de/...2011/Betty.pdf
Man kann:
- die Maximalleistung ändern um auf höhere Laufzeiten zu kommen (26W, 24W, 22W)
- die Art der SOS-Funktion ändern (SOS, alpines Notsignal, Superflash)
- die Akkuwarnung konfigurieren (früh, mittel, spät)
- die Stufenschaltung anpassen (3-stufig, 2-stufig, stufenloses Dimmen)
In meinem Fall habe ich die Lampe auf „3-stufig“ programmiert, das heißt mir stehen 4% (250 Lumen für 84 Std.), 38% (1080 Lumen, für 8 Std.), und 100% (2600 Lumen für 3 Std. 40 Min.) zur Verfügung. Ich musste zweimal lesen, aber die Lampe soll tatsächlich 3 Stunden und 40 Minuten lang 2600 Lumen abgeben, Hut ab! Ob sie es wirklich tut, werde ich weiter unten testen.



Der Treiber: Hm, was soll man sagen…der Treiber treibt an, das ist klar. Ich habe am ersten Tag versucht auf die schnelle eine Luxmessung zu machen, und dafür die Lampe in meine Manfrotto Superclamp montiert und darunter das Luxmeter in 1m Abstand. Ich hab sie eingeschaltet und den Lux-Wert abgelesen und bin dann erst mal zum PC gegangen. Laut Anleitung hat die Betty eine Temperaturregelung und der Dauerbetrieb ohne externe Kühlung oder Fahrwind soll der Lampe nicht schaden. Nach 10 Minuten hab ich auf das Luxmeter geschaut und mich gewundert: „Oh, nur noch die 50% vom Anfangswert!“
Es war klar dass die Temperaturregelung eingegriffen hat, ich habe Betty dann ausgeschaltet und wollte sie zum Abkühlen beiseitelegen. Ich mache also die Superclamp auf, halte Betty an dem O-Ring fest, aber sie löst sich nicht. In Gedanken packe ich den Lampenkopf an und dann kam erst mal: AAAAUUUUAAA! Verdammt heiß das kleine Biest! Der Kopf hatte sich in die Kunststoffeinlagen der Superclamp geschmolzen! Nach dem Schreck die Anleitung gezückt: „Halten sie die Lampe von brennbaren Materialien fern!“ Alles klar, nachher ist man immer schlauer…
Detaillierte Messungen weiter unten…
Etwas ungewöhnlich ist das Einschalten der der höchsten Stufe: Betty geht an, fährt die Leistung hoch (ca. 1 Sekunde) und dann „beschleunigt“ sie schnell auf volle Leistung. Das sieht cool aus! Wie als wenn man den Drehzahlmesser eines guten alten AUDI S1 Turbo beobachtet: Bis 4000 Umdrehungen geht’s langsam vorwärts, aber dann geht’s zur Sache!
Ebenfalls ungewöhnlich: Man meint der Treiber „überfährt“ kurz die 100%-Marke und bremst dann wieder ein wenig. So als wenn die Regelung etwas übermotiviert ist. Ob da schon die Temperaturregelung einsetzt kann ich nicht sagen.



Die Leuchtcharakteristik: Also man muss sich zuerst mal im Klaren sein, das man eine Lampe mit Linsen-Technik erworben hat. Somit ist das Leuchtbild für eine Flashaholic erstmal etwas ungewohnt. Spill gibt es in dem Sinne nicht, obwohl schon ein wenig Licht an den Linsen vorbeistrahlt. Ich persönlich würde mir beim Betrieb als Helmlampe mehr Licht direkt vor den Füßen wünschen. Man hat zwar etwas Streulicht (siehe Beamshots), aber das geht im Verhältnis zum „Spot“ etwas unter.
Ich könnte mir sogar vorstellen dass eine LED ohne Linse betrieben würde, die dann einen großen Spill erzeugt. Aber grundsätzlich bin ich zufrieden mit der Ausleuchtung.


Vergleichsbild zu anderen bekannten Lampen:

Von links nach rechts:

Fenix TK45 --- Lupine Betty --- Fenix TK70



Geändert von forest (26.12.2011 um 22:04 Uhr)
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  #2  
Alt 25.11.2011, 21:18
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Die Messungen:

Eins noch vorweg: Eine Strommessung habe ich nicht durchgeführt, weil ich es nicht für sinnvoll halte, da nicht genau klar ist wo welche Treiberelektronik sitzt, und ich finde das man von der Messung kaum einen Nutzen hat.

Lux: Lampe natürlich immer auf der 100%-Stufe (2600 Lumen)
Geräte: Luxmeter LX1330B, Ventilator: GoOn, 50W, 350mm

Start: Lampe auf Zimmertemperatur, Fahrtwindsimulation durch Standventilator 350mm auf Stufe 1
0 Min. ca. 13.000 Lux / 1m
5 Min. ca. 12.000 Lux / 1m
10 Min. ca. 10.000 Lux / 1m
15 Min. ca. 9.300 Lux / 1m
20 Min. ca. 9.300 Lux / 1m -> Die Temperaturregelung hat sich eingependelt.

Start: Lampe auf Zimmertemperatur, Fahrtwindsimulation durch Standventilator 350mm auf Stufe 3
0 Min. ca. 13.000 Lux / 1m
5 Min. ca. 12.000 Lux / 1m
10 Min. ca. 10.500 Lux / 1m
15 Min. ca. 10.500 Lux / 1m -> Die Temperaturregelung hat sich eingependelt.

Start: Lampe auf Zimmertemperatur, Keine Kühlung!
0 Min. ca. 13.000 Lux / 1m
5 Min. ca. 10.000 Lux / 1m
10 Min. ca. 1.000 Lux / 1m (!!!) Ventilator eingeschaltet! Lampe sehr heiß!
15 Min. ca. 5.500 Lux / 1m
20 Min. ca. 10.500 Lux / 1m -> Die Temperaturregelung hat sich eingependelt.

Start: Lampe auf Außentemperatur, ca. 3°C, Fahrtwindsimulation durch Standventilator 350mm auf Stufe 3
0 Min. ca. 13.100 Lux / 1m
5 Min. ca. 12.400 Lux / 1m
10 Min. ca. 11.900 Lux / 1m
15 Min. ca. 11.800 Lux / 1m
20 Min. ca. 11.800 Lux / 1m -> Die Temperaturregelung hat sich eingependelt.

Start: Lampe auf Außentemperatur, ca. 3°C, Kühlung erst nach 10 Minuten durch Standventilator 350mm auf Stufe 3
0 Min. ca. 13.100 Lux / 1m
5 Min. ca. 11.400 Lux / 1m
10 Min. ca. 4.600 Lux / 1m (Ventilator eingeschaltet! Lampe heiß! )
15 Min. ca. 8.200 Lux / 1m
20 Min. ca. 11.800 Lux / 1m -> Die Temperaturregelung hat sich eingependelt.

Laufzeit: Ich wollte dann doch gerne mal testen, ob die Lampe die Laufzeit erreicht. Dazu habe ich hinter unserem Haus ein Stativ mit der Betty dran aufgestellt. Sie leuchtet gerade auf den Boden und dort liegt mein Luxmeter. Der Abstand beträgt wieder genau 1m. Von der Seite kühlt wieder der oben genannte Standventilator auf Stufe 3, die Außentemperatur beträgt ca. 3°C.
Während dieser Messung ist mir wieder aufgefallen, dass die Frontscheibe der Lampen von innen beschlägt. Somit hat meine „Auslüftung“ wohl nicht so ganz funktioniert. Ich denke das hat auch Auswirkungen auf die Lux-Werte, deshalb sind diese mit Vorsicht zu genießen!

Start: Lampe auf Außentemperatur
0 Min. 13.400 Lux
15 Min. 11.700 Lux
30 Min. 11.500 Lux
45 Min. 11.500 Lux
60 Min. 11.400 Lux
75 Min. 11.400 Lux
90 Min. 11.400 Lux
105 Min. 11.300 Lux
120 Min. 11.300 Lux -> Akku-Warnung „Gelb“
135 Min. 11.300 Lux -> Akku-Warnung „Gelb“, am Akku selbst: „20%, 40% blinkt“
150 Min. 11.300 Lux -> Akku-Warnung „Orange“, am Akku selbst: „20%“
165 Min. 10.900 Lux -> Akku-Warnung „Rot“ Lampe blinkt kurz
175 Min. Lampe hat sich ausgeschaltet, lässt sich aber wieder einschalten: 1700 Lux, Warnung „Rot“ blinkt (Reservetank)
195 Min. Lampe leuchtet immer noch mit 1600 Lux
210 Min. Lampe leuchtet immer noch mit 1500 Lux
225 Min. Lampe leuchtet immer noch mit 1000 Lux -> Abbruch der Messung


Ich denke dass der Akku bei den Außentemperaturen schon Kapazität einbüßt (er lag auch im Luftstrom des Ventilators), zudem ist die Akku-Warnung auf „Middle“ programmiert (Werkseinstellung) und der Akku ist nagelneu (Tauschakku). Die Kombination aus diesen Faktoren bewirkt die verkürzte Gesamtlaufzeit. Aber mal ehrlich: Wann braucht man 2600 Lumen für 3,40 Stunden am Stück???
Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden!


Nachtrag vom 31.12.2011

Mit meinem neuen Luxmeter PCE-174 habe ich eine erneute Laufzeitmessung gemacht.
Temperatur im Raum: ca. 18°C
Kühlung: Standventilator
Gemessene Temperatur am Lampenkopf: ca. 52°





Wärmebildkamera: Hier kommen noch ein paar Bilder von der Wärmebildkamera. Es handelt sich um eine „Flir i50“. Da ich in bei dem Thema „Wärmebildkamera“ auch nicht so fit bin, kann ich nicht 100%ig sagen ob meine Messungen korrekt sind, aber es geht auch nicht um die genauen Temperaturwerte, sondern um die Wärmeentwicklung im Verlauf der Zeit. Als Emissionsgrad waren 0,95 eingestellt. Die Bilder wurden im Abstand von einer Minute gemacht.

Zuerst die Bilder im Wohnraum ohne externe Kühlung:






Hier dann die Bilder im Wohnraum mit externer Kühlung durch Standventilator 350mm auf Stufe 3:





Die Beamshots:
Hm, was soll ich sagen… Irgendwie hat es keinen Spaß gemacht, seit vielen Tagen warte ich auf nebelfreies Wetter, aber es wurde nix… Somit hat es mich heute gerappelt und ich bin trotzdem losgezogen. Also perfekt sind die Bilder nicht geworden, aber ich hoffe es reicht euch fürs erste.
Der Vollständigkeit halber:

Diese Bilder entsprechen nicht der Realität! Die Bilder sind lange belichtet und nur für Vergleiche geeignet! Aufgrund der vollautomatischen Adaption des menschlichen Auges, ist es praktisch nicht möglich ein absolut realistisches Bild der Lampen zu fotografieren.
Die Bilder wurden mit einer Canon EOS 60D mit dem 17-55 2,8 IS USM gemacht. Alle Einstellungen wurden manuell vorgenommen:
Blende: 5,6 ; Belichtungszeit 2 Sekunden ; ISO 200 ; Brennweite 17mm ; Weißabgleich: Tageslicht
Die Bilder wurden bei zwei Lokations aufgenommen.

Folgende Lampen wurden abgelichtet:
Fenix TK70
Fenix TK45
EagleTac M3C4 Triple XM-L
Lupine Betty 26° 2600 Lumen

Los gehts:










Und hier die zweite Lokation:









Dieses Mal gibts noch zwei Videos, einmal nur die Beamshots, und einmal ein Vergleichsvideo was ich frei aus der Hand gemacht habe. Deshalb entschuldigt bitte die Wackler, aber mir war schon recht kalt…

+ YouTube Video
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+ YouTube Video
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An dieser Stelle: Wenn sich jemand spezielle Bilder oder Vergleiche wünscht: Einfach melden!



Das Fazit: Also mir gefällt die Betty richtig gut! Ich finde die Verarbeitung toll, und die Leistung ist auch klasse. Dass die Lampe ohne Kühlung stark abregelt, ist die logische Konsequenz aus der Gehäusegröße. Aber wie hätte man es besser machen sollen? Die Temperaturregelung arbeitet einwandfrei, sie holt das aus der Lampe heraus was je nach Einsatz möglich ist.
Die Ausleuchtung ist für meine Einsätze nicht 100%ig perfekt, aber ich bin sehr zufrieden. Nachdem ich das erste Mal unter Tage mit der Betty unterwegs war, war ich echt begeistert. Noch mehr als nach den ersten Tests über Tage. Sie leuchtet durch ihre flächige Charakteristik einen Stollen sehr schön breit aus.
Über den Preis brauchen wir nicht reden, oder? Ob sie ihr Geld wert ist? Ich denke nicht, aber hergeben werde ich sie bestimmt nicht mehr…
Nur das es erwähnt wurde: Nein, ich arbeite nicht für Lupine, ich habe sie ganz regulär gekauft, ich bekomme nichts für das Review, ich wurde nicht gezwungen den Mist zu tippen…ich hab einfach nur Spaß daran.

Sollte ich etwas vergessen haben, oder wenn jemand was Spezielles wissen möchte oder eine anderen Beamshot sehen will, einfach melden, ich bin für weitere Ideen sehr offen!
Vielleicht werde ich in der nächsten Zeit ein paar neue Bilder hinzufügen…


Achja: Warum ich sie „Betty the Beast“ genannt habe? Fragt mal meine verschmorte Superclamp und die Brandblase an meinem Daumen…

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die es geschafft haben, den Text (den mein krankes Flashaholic-Hirn von sich gab) bis hier hin zu lesen. Hut ab!

Viele Grüße
Daniel

Geändert von forest (31.12.2011 um 17:55 Uhr)
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  #3  
Alt 25.11.2011, 21:18
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Hier gibts noch einige unter-Tage-Beamshots:

Diese Bilder entsprechen nicht der Realität! Die Bilder sind lange belichtet und nur für Vergleiche geeignet! Aufgrund der vollautomatischen Adaption des menschlichen Auges, ist es praktisch nicht möglich ein absolut realistisches Bild der Lampen zu fotografieren.
Die Bilder wurden mit einer Canon EOS 60D mit dem 10-22 USM gemacht. Alle Einstellungen wurden manuell vorgenommen:
Blende: 8 ; Belichtungszeit 2 Sekunden ; ISO 200 ; Brennweite 10mm ; Weißabgleich: Tageslicht
Die Bilder wurden bei zwei Lokations aufgenommen.

Es wurden folgende Lampen abgelichtet (Bitte Bildbeschriftung beachten!):

Lupine Betty, 26°, 2600 Lumen
EagleTac M3C4 Triple XM-L
EagleTac M3C4 Single XM-L
EagleTac M3C4 Triple R5
Fenix TK70
Fenix TK40
Fenix TK45

Und los geht das:

















Lokation 2:













Noch kurz zur Erklärung: Ich konnte nicht alle Lampen in beiden Lokations ablichten. Zudem hatte ich mit Staub und Nebel in der Luft zu kämpfen, ich es gefällt euch trotzdem.

Nachtrag 04.12.2011:

Hier noch ein Bild: "Betty bei der Arbeit"


Geändert von forest (04.12.2011 um 11:07 Uhr) Grund: Beamshots eingefügt...
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Alt 25.11.2011, 21:26
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Abend,

Hut ab, sehr schönes und umfangreiches Review. Das wird der Lampe gerecht.

Dagegen sieht meine Spark ST6 500 alt aus, aber die kostet auch ein oder zwei Euro weniger

Muss ich mir jetzt erstmal alles in Ruhe genau ansehen...

Gruß

Geändert von Paetzi (25.11.2011 um 21:37 Uhr) Grund: Tippfehler
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forest (25.11.2011)
  #5  
Alt 25.11.2011, 21:32
Benutzerbild von cuxhavener
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Unglaublich, wieviel Arbeit du dir mit dem Review gemacht hast
Das Ergebnis ist superturbogenialgut

Gruß
Klaus
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forest (25.11.2011)
  #6  
Alt 25.11.2011, 21:34
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Einfach nur genial. So viel Licht auf dem Kopf, das gibt's ja gar nicht. Vielen Dank für dieses sehr umfangreiche Review, das keine Wünsche offen lässt!
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forest (25.11.2011)
  #7  
Alt 25.11.2011, 21:46
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1A Review, wirklich. Vielen Dank! Und eine grandiose Lampe samt Zubehör.

Made in Germany, korrekt? Die Lampe meine ich.
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forest (25.11.2011)
  #8  
Alt 25.11.2011, 21:47
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@ forest:

Vielen vielen Dank für dieses umfangreiche Review - das ist wirklich professionell! Ich möchte garnicht wissen, wieviel Std Arbeit das waren. Aber wie Du schon erwähnt hast, Du wolltest "mal was loswerden" - so, wie Du es gemacht hast, kann es wohl nur ein echter "Flashi"!

Grüße,
Rafunzel
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forest (25.11.2011)
  #9  
Alt 25.11.2011, 21:48
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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Worte!

Zitat:
Zitat von archangel Beitrag anzeigen
Made in Germany, korrekt? Die Lampe meine ich.
Ja, so ist es!

Gruß Daniel
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  #10  
Alt 25.11.2011, 21:56
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Das ist doch mal was, Leute! Teutonische Weltklasse-Lichtspender!!

Und eine Weltklasse-Review obendrauf!
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