Test IncenDio V3 & Vergleich mit Fenix PD10 R5 Titan

realive

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5 Januar 2010
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Teil 1


Hallo alle

Wie versprochen jetzt mein Vergleichsreview Lumapower IncenDio V3 gegen Fenix PD10 R5 Titan
Dieses ist mein erstes Review
Ich bin daher dankbar für jede konstruktive Kritik

Weil dies ein Vergleichsreview ist werde ich die IncenDio nicht nochmal vorstellen, da das in zwei Beiträgen von msitc und roso schon geschehen ist, und ich mich dem Gesagten ohne Einschränkungen anschließen möchte.Der interessierte Leser sollte sich beide Reviews vorher mal anschauen.http://www.taschenlampen-forum.de/lumapower/64-review-lumapower-incendio-v3-edc-250-lumen-max.html
Da meine Vorgänger die Lampe aber nur mit einer Versorgungsspannung von 3V und damit nicht mit ihren vollen Leistung betrieben haben,werde ich diese Lücke nun füllen. Verwendet wurde ein 16340er (protected 3,7V ,750mA) von AW. Sie soll damit bis zu 250 Lumen bringen.
Um es gleich zu sagen: Die Lampe ist mit 3,7V deutlich heller als mit 3V! :D

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Die Vergleichslampe ist eine Fenix PD10 mit 216 Lumen,die ich mit einer Panasonic CR123A Primärzelle betrieben habe. Ich betreibe diese Lampe oft auch mit einem RCR123A 3V Akku. Fenix unterstützt das nicht, und bei einem wirklich voll geladenen Akku funkioniert die Lowstufe dann auch nicht richtig (recht hell), was sich aber nach ein paar Minuten Betrieb wieder normalisiert.
Mit 3,7V würde ich sie aber nicht betreiben!


Hier erstmal die technischen Daten (Herstellerangaben) :

Fenix Sondermodell: Fenix PD10 Titan Taschenlampe mit Cree XP-G R5 LED
Die technischen Daten der Fenix PD10:
- Cree XP-G R5 LED
- gefertigt aus Titan
- digital geregelt für weitgehend konstante Helligkeit
- 50.000 Stunden Lebensdauer
- 3 Leuchtstufen
- 216 Lumen - 1 Std.
- 110 Lumen 3 Std.
- 7 Lumen 64 Std.
- wasserdicht gem. IPX-8
- speziell beschichtete Linse
- Länge: 7,3 cm
- Durchmesser: 1,9 cm
- Gewicht: nur 38 Gramm (ohne Batterie)
- hard-anodisierte Oberfläche
- Betrieb mit 1x CR123A-Batterie

Lieferunfang:
- Fenix PD10 Titan mit Cree XP-G R5 LED
- Handschlaufe
- Ersatz-O-Ringe
- Clip
- 1x Panasonic CR123A
Laut Hersteller darf die PD10 nicht mit 3,7 Volt LiIon Akkus betrieben werden.

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Die Lampe wird in einer edelen goldfarbenen Box geliefert.
Sie wird durch einen Twisty der leichtgängig aber mit spürbarem Widerstand arbeitet, eingeschaltet.
Die Leuchtstufen werden durch schnelles Vor-und Zurückdrehen des Kopfes seriell durchgeschaltet.
Für die Bedienung sind also im Gegensatz zur IncenDio immer beide Hände nötig.
Das UI besitzt kein Memory und startet immer in der MID-Stufe.

Die Fenix sieht sehr, sehr Edel aus mit ihrem Titangehäuse (womit die Angst vor Kratzern naturlich steigt). Die Verarbeitung ist Fenixtypisch auf sehr hohem Niveau.
Den Vorteilen des exclusiven Materials Titan (Schönheit,Festigkeit,Korrosionfreiheit,Gewicht) steht aber auch ein Nachteil gegenüber. Die Wärmeleitfähigkeit von Titan ist um einiges geringer als die von Aluminium.
Das schränkt die Betriebsdauer in der hellsten Stufe auf 3-4 Minuten ein, dann sollte dem Emitter zuliebe eine Stufe zurückgeschaltet werden. Allerdings trifft das auch in abgeschwächter Form auf die Lumapower zu!

Beide Lampen sind als hochgezüchtete Mini-EDC´s nicht für längere Suchaktionen im High-Level geeignet.
Die Leuchten benutzen dasselbe Zellenformat, jedoch ist die Fenix PD10 im Durchmesser 1,5 mm kleiner und 4 mm kürzer. Das Gehäuse der Fenix ist 0,3 mm dünner, aber da Titan die mehrfache Festigkeit von Aluminium hat, ist sie die stabilere Konstruktion.

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Der 2. Teil folgt gleich!
 
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realive

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Teil 2


Fortsetzung


Nun zu einigen von mir ermittelten Messwerten:

Im Gegensatz zur Cree XR-E R2 der IncenDio, arbeitet die Fenix mit dem neueren XP-G R5 Emitter. Allgemein wird gesagt, daß die R5 bei gleicher Helligkeit weniger Strom verbraucht und habe deshalb erwartet, daß die Lumapower wegen der angegebenen 250 Lumen ein echter Stromfresser ist, insbesondere weil erste oberflächliche Beamvergleiche der beiden die höhere Helligkeit der IncenDio zu bestätigen schienen.
Daher war ich von den folgenden Messwerten sehr überrascht::eek:

Stromverbrauch Fenix (3,0V) :

HIGH : 1,30 A
MID : 0,36 A (beim einschalten, nach zurückschalten aus HIGH : 0,47 A)
LOW : 0,05 A


Stromverbrauch Lumapower :

(3,7V) / (3,0V)
HIGH : 0,95 A / 0,63 A
MID : 0,33 A / 0,36 A
LOW : 0,07 A / 0,09 A

Bei einem 3,7V Akku läuft die IncenDio ungeregelt, erst ab einer Spannung unterhalb 3,3V geht die Lampe in die Regelung.
Die Fenix läuft immer geregelt, aber ab einer Spannung über 2,95V (Lastspannung), wird die Helligkeit in der LOW-Stufe angehoben.
Beide Lampen besitzen keine Warnfunkion für Unterspannung, daher sollten nur "protectet" Akkus verwendet werden!!!



Die Fenix verbraucht in High also 3,9 Watt, die Lumapower dagegen nur 3,5 Watt (1,89 Watt bei 3,0V).
Um etwaige Fehlmessungen durch unterschiedliche Nominal-und Lastspannungen der beiden verwendeten Akkutypen auszuschließen, wiederholte ich die Messungen indem ich die einzelnen Lampenköpfe direkt mit einem Laborschaltnetzgerät betrieb. Die Messwerte blieben aber innerhalb eines kleinen Toleranzbereiches gleich.
Die oben angegebenen Messwerte sind die mit dem Netzgerät gemessenen.
Bei Nichtbeachtung der Treiberverluste (da ich den Wirkungsgrad der Treiber nicht kenne),
müßte die Fenix also heller sein!:eek::eek:

Also weiter zum Beamvergleich!

Und da fand ich dann auch die Bestätigung des Messwerte.
Die Fenix hat hellen Spot, der von einem immer noch hellen Spotring umgeben ist, der dann sanft in den Spill übergeht. Der Tint geht leicht ins grünliche.
Die IncenDio dagegen besitzt einen sehr hellen, stark fokussierten Spot,der dann sofort in einen schwachen Spill übergeht und sich dann am Rand ein wenig „einrollt“. Die Tint ist leicht ins violette verschoben.

Fenix links - Lumapower rechts (in beiden Fotos)

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Distanz : 1 Meter

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Distanz : 1,5 Meter

Der Reflektordurchmesser der Fenix beträgt 14 mm, der der IncenDio 16mm, was die stärkere fokussierung der IncenDio unterstreicht.
Der subjektive Eindruck der größeren Helligkeit der IncenDio, entsteht durch den sehr hellen stark fokussierten Spot.
Die Fenix beleuchtet aber eine sehr viel größere Fläche (Spot+Spotring). In dieser Fläche werden wohl die zusätzlichen Lumen stecken.
Ein anschließend im Freien durchgeführter Vergleich der Reichweiten bestätigt die größere Reichweite der Lumapower (geschätzt 40%-50% mehr). Dagegen leuchtet die Fenix den Nah-und Mittelbereich sehr komfortabel aus. (sorry, die Beamshoots von Draußen waren Murks, muß da wohl noch üben) :oops::oops::oops:

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Batterierohr Fenix
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Batterierohr Lumapower
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Eine objektive Messung der Helligkeit habe ich dann noch in einem kleinen 2 m² großen, weiß gestrichenen Raum (Gästeklo) durchgeführt. Das Luxmeter misst am Boden, und die Lampe wird auf die Decke gerichtet. Gemessen wird so die Gesamthelligkeit im Raum, und die Effekte der Fokussierung und des Spillanteils werden besser ausgeglichen.


Die Messwerte :

IncenDio : (3,7V) / (3,0V) / Fenix : (3,0V)
HIGH : 19 Lux / 13Lux / 21 Lux
MID : 5 Lux / 5 Lux / 10 Lux
LOW : nicht meßbar / 2 Lux


Da ich sehr viel lese, muß für mich eine EDC auch als komfortable Leselampe tauglich sein, daher ist ein brauchbares Low wichtig für mich. Die beiden, IncenDio mit 8 Lumen, Fenix 7 Lumen (beides Herstellerangaben), sind schon fast zu hell dafür. Die Fenix macht dabei aber die weit bessere Figur, da sie bei einem (Ellenbogen-Hand) Abstand vom Buch eine komplette Buchseite gleichmäßig beleuchtet, während die IncenDio nur ein viertel schafft. Das bewirkt, daß man die Lampe beim Lesen dauernd nachführen muß, und der helle Spot blendet doch etwas. Das macht das Lesen auf die Dauer anstrengend.:S

Fazit :
Ich komme zum Schluß, trotzt vieler Ähnlichkeiten sind diese beiden Lampen doch zwei sehr unterschiedliche Photonenwerfer. Ein Ergebnis das ich so nicht erwartet habe!
Beide Lampen sind Rennpferde, die aufgrund ihrer kleinen Gehäuse und der daraus resultierenden
Temperaturproblematik, nur begrenzte Zeit mit voller Leistung laufen können. Zwei Lampen mit echtem Whow-Effekt. :D:D:D Für den Dauerbetrieb reicht die mittlere Stufe allemal.:thumbup:

Während die Fenix nach außen eine zierliche, äußerst Edele Erscheinung darstellt, ist sie in Wirklichkeit eine hochleistungsfähige Mini-EDC für den nahen und mittleren Bereich und außerdem die beste Unterstützung bei nächtlichen (Lese)orgien im Zelt oder sonstwo. ;)

Die Lumapower hat ein sehr ansprechendes technisches Design und fällt durch die nachleuchtende Reflektordichtung/Schalterabdeckung auf. Die Lichtleistung erfüllt nicht ganz meine Erwartungen, ist dafür aber sehr gut fokussiert was sie zu einem guten Micro-Thrower macht, mit einer für eine Lampe dieser Größe phantastischen Helligkeit.

Da diese beiden Mini´s für so unterschiedliche Einsatzbereiche geeignet sind,werde ich ab jetzt immer beide bei mir tragen, sind ja klein genug.
Aber mein Herz wird wohl der vielseitigen Schönheit von Fenix gehören!:klatschen::thumbsup::klatschen::thumbsup::thumbsup::thumbsup:

realive
 
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DO7LR

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29 Januar 2010
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na da kann ich es ja kaum erwarten. Hoffentlich kommen die AW Akkus bald, damit meine Lieferrung vollständig ist:D

Bin schon auf die Lumapower gespannt...
 

msitc

Händler
14 Dezember 2009
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@realive: Dein Bericht/Vergleich gefällt mir sehr gut und stellt die Vor- und Nachteile der jeweiligen Lampe auch deutlich heraus. Tolle Bilder unterstreichen das ganze noch - sehr schön. :thumbup:
 

msitc

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na da kann ich es ja kaum erwarten. Hoffentlich kommen die AW Akkus bald, damit meine Lieferrung vollständig ist:D

Bin schon auf die Lumapower gespannt...

Lange dürfte es nicht mehr dauern. Genauer kann ich es leider nicht sagen, da Sendungen per Luftfracht nicht mehr im Sendungsverfolgungssystem auftauchen, sobald sie Hongkong verlassen haben.
 

Frank

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Luedenscheid
Hallo realive,

wow, ein toller Vergleich mit sehr vielen wertvollen Informationen! Eine verdammt gute Arbeit! :thumbsup:

Viele Grüße
Frank
 

realive

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Sorry, aber mehr als die beiden Beamshots hab ich nicht, da die Vergleichsbilder aus der Natur allesamt Mist waren. :confused::mad:
Meine nächsten zwei Lampenkäufe habe ich zurückgestellt. :S
Werde mir erstmal ne vernünftige Kamera zulegen und dann üben gehen!:oops::oops::oops:
 
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