Taucher Fenix P1D CE Q5 als Backup-Tauchlampe

Elektron

Stammgast
10 Mai 2010
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Essen, NRW
Hallo Leute,

vielleicht ist es für den einen oder anderen interessant:

Ich nutze seit 2 Jahren mehrere Fenix P1D als Backup-Lampe beim Tauchen.
Wer die Lampe nicht kennt, kann sich hier informieren. (Ich hoffe, der Link ist erlaubt.)

Die Lampe ist sehr klein und wird mit einer CR123A betrieben. Damit hat sie fünf Modi (Med - High - Low - Strobe - SOS), die für das Tauchen sinnvoll angeordnet sind. Sie ist ein reiner Twisty, die über die Drehung des Lampenkopfes ein- und ausgeschaltet wird. Auch die Wahl der Modi erfolgt über drehen des Kopfes. (Durch kurzzeitigs aus- und wieder einschalten, kommt man in den nächsten Modus.)

Sie ist auch mit dicken Tauchhandschuhen (5 - 7 mm Neopren) einfach und sicher zu bedienen und bietet am Lampenende eine Befestigungsmöglichkeit.

Die Helligkeit reicht bei Tagestauchgängen durchaus, um in Löcher oder Felsspalten zu leuchten. Bei Dämmerungs- oder Nachttauchgängen spielt sie aber erst ihre volle Stärke aus. Sie kann dann fast als Hauptlampe genutzt werden.

Sie ist See- und Salzwasserbeständig (getestet). Ebenfalls getestet habe ich die Dichtigkeit bei der für Sporttaucher vorgeschlagenen Tiefengrenze von 40 Metern. Zwei von zwei mitgeführten P1D haben diese Tauchgänge mehrmals ohne Probleme überstanden.

Aufgrund ihrer Größe, kann die Lampe sowohl in der Jackettasche aber auch irgendwo angeklippt mitgeführt werden, ohne zu stören. So ist sie jederzeit greifbar, falls die Hauptlampe mal versagt.

Über den Nachfolger PD10 kann ich (noch) nichts berichten. Ich habe sie nicht. Wenn aber jemand die Lampe für Tauchgänge zur Verfügung stellt, kann ich sie gerne testen. (Selbiges gilt natürlich auch für alle anderen Lampen.)

Fragen beantworte ich gern.

Welche LED-Lampen nutzt ihr beim Tauchen als Haupt- oder Backuplampe?
 
  • Danke
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realive

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5 Januar 2010
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Da bin ich jetzt ehrlich überrascht, daß die P1D eine Tauchtiefe von 40 m aushält, gerade weil sie mit einem Twisty geschaltet wird. Normalerweise werden in Tauchlampen O-Ringe ja nur als statische Dichtungen verwendet.
Alle Achtung!:thumbup:

Ich habe mich bis jetzt noch nicht getraut, meine PD 10 zu Tauchen mitzunehmen!
 

Frank

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Ich nutze seit 2 Jahren mehrere Fenix P1D als Backup-Lampe beim Tauchen. Wer die Lampe nicht kennt, kann sich hier informieren. (Ich hoffe, der Link ist erlaubt.)

Ich wäre jetzt nicht darauf gekommen, dass die Lampe wasserdicht ist, bzw. diese Tiefe technisch überlebt.

Off topic: Ich hab vor ein paar Jahren einen Tauchkurs gemacht (Padi Open Water & Nitrox Diver) und bin seitdem latent dabei. ;)
 

WonkotheSane

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11 April 2010
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Ich hab die P1D als EDC am Schlüssel, aber nach Tauchlampe sieht sie mir gar nicht aus. Ist auch IMO vom Hersteller so nicht beworben! Freut mich aber sehr für Dich, daß sie das aushält - auch für mich selber :D!
 

Elektron

Stammgast
10 Mai 2010
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Essen, NRW
Natürlich kann ich keine Garantie geben, dass jede P1D diese Belastung aushält. Aber meine sind absolute Serienlampen, deren O-Ringe nur mit etwas hochviskosem Fett geschmiert wurden.

Den O-Ringen macht das ein- und ausschalten unter Wasser offensichtlich nichts aus. Sie sehen noch immer gut aus.
 

realive

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5 Januar 2010
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Ich hab die P1D als EDC am Schlüssel, aber nach Tauchlampe sieht sie mir gar nicht aus. Ist auch IMO vom Hersteller so nicht beworben! Freut mich aber sehr für Dich, daß sie das aushält - auch für mich selber :D!

Hallo WonkotheSane,

Da Du den Begriff "Tauchlampe" mit der P1D verwendet hast, und wir uns im Unterforum "Lampen f.spez.Einsatzgebiete - Taucher " befinden, möchte ich evl. "Wortwahlproblemen" vorgreifen!

Elektron hat die P1D nicht als "Tauchlampe" bezeichnet, sonder als "Back-up-Tauchlampe" ---(auch keine eindeutige Bezeichnung).

Eine gute Taucherlampe ist heutzutage darauf optimiert, möglichst viel Licht, insbesondere im roten (warmen) Spektrum zu produzieren, um gutes Licht für Unterwasserfotos zu bieten, da schon ab 10-15 Tiefe kaum noch Rotanteile des Sonnenlichts nach unten dringen!

Standart-LED`s sind dazu völlig ungeeignet.

Elektron hat die P1D auch ganz richtig als "Backup" in Verwendung. Und nicht mehr!

Unabhängig von der Verwendung sind 40m Tauchtiefe aber wirklich sensationell, und ich bezweifle, das alle Lampen dieser Serie das schaffen!
 
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Elektron

Stammgast
10 Mai 2010
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Essen, NRW
Vielen Dank für deine Erklärung der Anforderungen an eine Tauchlampe, realive. Das kann man so stehen lassen - auch wenn nicht jeder Taucher den Rotanteil fürs fotografieren benötigt. Die Unterwasserlandschaft und -objekte sehen im Kunstlicht einfach besser aus.

Elektron hat die P1D nicht als "Tauchlampe" bezeichnet, sonder als "Back-up-Tauchlampe" ---(auch keine eindeutige Bezeichnung).

Da muss ich dir z.T. wiedersprechen. Ich habe in meinem ersten Post geschrieben, dass die P1D durchaus auch mal als Hauptlampe genutzt werden kann. Nämlich genau dann, wenn es nur darauf ankommt etwas zu sehen. Das ist bei manchen Nachttauchgängen in einigen deutschen Seen durchaus schon genug.

Allerdings habe ich dann neben meiner P1D auch immernoch eine W30 von Tillytec dabei. Das ist dann wohl eine wirkliche Backup-Lampe, da sie ja als absolut zuverlässig gilt.
 

realive

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5 Januar 2010
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Da muss ich dir z.T. wiedersprechen. Ich habe in meinem ersten Post geschrieben, dass die P1D durchaus auch mal als Hauptlampe genutzt werden kann. Nämlich genau dann, wenn es nur darauf ankommt etwas zu sehen. Das ist bei manchen Nachttauchgängen in einigen deutschen Seen durchaus schon genug.


Da ich außer einem einzigen Nachttauchgang in Madagaskar (Außenriff), sonst keine Erfahrungen mit Nachttauchen habe, bist Du hier der Experte!:thumbup:
 

Mark

Flashaholic**
20 Dezember 2009
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Sehr faszinierende Geschichte. Die P1D hält 40 Meter aus.:thumbsup::eek: Das ist wirklich mal eine Leistung.

Mich würde mal ein Bild interessieren, welches die Fenix unter Wasser in Aktion zeigt.:thumbup: Das wirkt sicherlich toll und wäre werbetechnisch nahezu genial.:D

LG Mark
 

DO7LR

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29 Januar 2010
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Interessant finde ich die tatsache das die P1D sowie die Batterie / Akkus die 5 bar Druck überstehen die in 40 Meter herrschen. Kann mir durchaus vorstellen, das in den Batterien doch noch etwas Luft ist die ja stark komprimiert wird.
 

realive

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Interessant finde ich die tatsache das die P1D sowie die Batterie / Akkus die 5 bar Druck überstehen die in 40 Meter herrschen. Kann mir durchaus vorstellen, das in den Batterien doch noch etwas Luft ist die ja stark komprimiert wird.


Nein,
so einfach ist das nicht.


Die 5 bar Überdruck sind schon richtig, aber da wir auf Meereshöhe schon etwa 1 bar Überdruck (Atmosphärendruck) haben, wirken auf die Lampe (nur) noch 4 bar.
Auf die Batterien wirkt kein Überdruck, da die Lampe ja erstaunlicherweise diesem 4 bar Überdruck standhält.
Täte sie es nicht, wären etwaige Luftblasen in der Batterie irrelevant, da sie durch das eingedrungene Süß/Salzwasser sowieso kurzgeschlossen werden würde.

Aber Du hast insofern Recht, da in der Physik mit dem absoluten Druck gerechnet wird, und da ist die Basis nicht der Druck auf Meereshöhe, sondern der Druck im Weltall (0,0 bar
= Vakuum).
Physikalisch gesehen herrschen in 40 m Tauchtiefe wirklich etwa 5 bar (absoluter) Druck!
 

DO7LR

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29 Januar 2010
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Und dieser Druck herrscht doch auch im inneren der Lampe da ja noch genügend Luft vorhanden ist wird diese doch Komprimiert also ein Druck aufgebaut der doch auch auf die Batterien einwirkt - oder nicht???
 

WonkotheSane

Flashaholic*
11 April 2010
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Ähmm, die Lampe wird doch nur wenig Komprimiert und daher herrscht im Inneren doch der "Normaldruck", oder? So wie in einem U-Boot der Innendruck nur leicht erhöht wird, um möglichen Dekompressionszeiten zu entgehen.

Eine Erhöhung des Innendruck würde ich nur bei Komprimierbaren Gegenständen/Lebewesen erwarten, wie zB beim Menschen unter Wasser ! Sobald Wasser in die Lampe eindringt, würde die verbleibende Luft komprimiert bis der Aussendruck erreicht ist und ein Kräftegleichgewicht herrscht.
 

realive

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5 Januar 2010
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Und dieser Druck herrscht doch auch im inneren der Lampe da ja noch genügend Luft vorhanden ist wird diese doch Komprimiert also ein Druck aufgebaut der doch auch auf die Batterien einwirkt - oder nicht???

Nein, im Lampeninneren herrscht weiter der normale Atmosphärendruck, von physikalisch einem bar.
Ein (eventuell) an die Lampe angeschlossenes Manometer würde 0 Bar anzeigen.
Wenn sich der Lampeninnendruck dem Außendruck angleichen sollte, heißt das: Es dringt Wasser ein!!!
 

realive

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5 Januar 2010
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Ähmm, die Lampe wird doch nur wenig Komprimiert und daher herrscht im Inneren doch der "Normaldruck", oder? So wie in einem U-Boot der Innendruck nur leicht erhöht wird, um möglichen Dekompressionszeiten zu entgehen.

Eine Erhöhung des Innendruck würde ich nur bei Komprimierbaren Gegenständen/Lebewesen erwarten, wie zB beim Menschen unter Wasser ! Sobald Wasser in die Lampe eindringt, würde die verbleibende Luft komprimiert bis der Aussendruck erreicht ist und ein Kräftegleichgewicht herrscht.
Bravo, gut aufgepasst in der Schule !!! :thumbup:

Du hast das physikalische Prinzip verstanden.:thumbsup:
 

Elektron

Stammgast
10 Mai 2010
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Essen, NRW
Der Druck in dieser Wassertiefe ist schon enorm, das stimmt. Allerdings ist die Lampe ja auch sehr stabil gebaut. Zum einen ist der Körper z.T. rund bzw. ähnlich einem regelmäßigen Hexagon, so wird der Druck sehr gut verteilt. Andererseits besitzt die Lampe (durch das Kreuz) einen verstärkten Boden und ein langes Gewinde am Übergang Kopf - Body.




Der dritte positive Aspekt ist die Glasscheibe, die vermutlich verklebt ist. Zumindest soll dies bei vielen älteren Fenixen der Fall sein. Ich gehe davon aus, dass es bei der P1D auch noch so ist.

Die Kleine ist wirklich gut konstruiert.
 
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ThePath

Flashaholic*
29 Dezember 2009
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Freiburg
Davon, dass die Glasscheibe verklebt ist, habe ich noch nix gehört, in 40m Tiefe mit 4 bar Druck (stimmt oder?) würde ich mich nicht auf eine Taschenlampe velassen wollen, die für 2m ausgelegt wurde, ohne irgenteine Technische Verbesserungsmaßnahme.
 

Elektron

Stammgast
10 Mai 2010
68
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Essen, NRW
Ich bin übrigens nicht der einzige, der die P1D Unterwasser nutzt.

Mike´s Tauchseiten

Zitat von der oben verlinkten Seite:
*UPDATE* - Inzwischen habe ich so einige positive Rückmeldungen von erfolgreich versenken Fenix P1D bekommen - Danke an dieser Stelle und schickt weiterhin Infos! Dem gegenüber steht noch keine abgesoffene Lampe und auch meine hat schon viele TGs mittlerweile bis weit über 40m klaglos absolviert.