Schöne/Tolle Lichtfarbe?!

Turbo-Siggi

Ehrenmitglied
29 September 2010
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Wo beginnt oder ist eigentlich der Bereich "tolle und/oder schöne Lichtfarbe, schönes/tolles Licht"?(?
Oder was ist damit gemeint?
Ich lese das eigentlich nur im Zusammenhang mit Kelvinzahlen um und unter 5000-4000K, allgemeiner als NW bekannt.
Als Tala Fan muß ICH sagen das grade reinweisses Licht(wie z.B. gestern wieder bei der erhaltenen Balder HD-1) Freufde bringt:D.
Man wird aber oft belächelt oder eher bemitleidet und muß hören bzw. lesen "am Anfang findet man CW gut, das ändert sich mit der Zeit"(Sozusagen als erfahrener Flashie)
Nein!!
Es gibt wenig Lampen die ich in gelb gut finde!Eigentlich keine, vielleicht akzeptabel.
So um 2700-3000Kelvin, da sage ich auch wieder ja dazu.

Was ich damit abschließend sagen möchte ist, das ich es leid bin das nur NW als tolles Licht und schöne Farbe anzuerkennen
 
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h!fisch

Flashaholic**
21 November 2012
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Kann ich total nachvollziehen. Ich zum Beispiel finde die Lichtfarbe dann am besten, wenn kein blau, lila, grün oder rot zu erkennen ist und gelb nur minimal.
Mir gefällt unterm Strich bisher der 3C Bin am besten..also so 5000K...obere nw-Grenze.
An Nichia kommt aber irgendwie nix ran. Ich hatte mal eine Spark SL5 mit XM-L T5, die eine wahnsinnig "schöne" Lichtfarbe hatte. Leider war der Farb-Bin nirgends zu finden.
Das Licht der SC52 ist auch super. Untere cw-Grenze würde ich sagen.
Beim 5B4 Bin meiner Predator hab ich permanent das Gefühl, dass sie zu dunkel ist..ich glaube das liegt am hohen Rot-Anteil, der vom Auge ja bekanntlich am schlechtesten wahrgenommen wird. 600 cw-Lumen finde ich bedeutend heller als 600 5B4-Lumen.

Viele Grüße,
Robert
 
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P

P607

Guest
Jedem Tierchen sein Plaisierchen. :)

Wenn man mal mit Licht arbeiten musste, bspw um eine Farbwiedergabe so erscheinen zu lassen, wie sie am Äquator (ersatzweise Weisswurst-Äquator) um die Mittagszeit erscheinen, kommt man automatisch auf den Bereich um 5000K-5500K.

Und dann werden bspw High-CRI viel zu selten genannt oder genutzt.

Das ist beileibe nicht gelb, sondern eigentlich "unbunt". Heisst: es sollen so wenig wie möglich Verfälschungen unserer Sehgewohnheiten stattfinden.

Kalt-weiß kann von dem, was man en détail sehen will, ablenken, das Sehzentrum muss dann sozusagen "übersetzen" wie was dargestellt wird. Das kann anstrengender sein.

Für den Wow-Effekt gerne mal cw, aber wenn ich auf schnellste Auffassungsgabe und Natur getreue Details angewiesen bin: nw.
Warmes Licht gilt für mich allerhöchstens für Entspannungsübungen als optimal.
Und all das gilt nur, wenn eben die Mitte, unbunt, im Bereich um 5000-5500K angegeben ist.
Gibt ja auch reichlich Lampen, deren Leuchtmittel zwar mit cw, nw, etc pp angegeben sind, aber da dann doch ein recht breites Spektrum ausnutzen, bzw sich irgendwo in diesem Spektrum wiederfinden. So kann ein cw am unteren K-Bereich von cw stattfinden und damit als das bessere neutrale Licht als ein nw im dessen unterstem Bereich erscheinen.


Und so hat eben jeder seine Präferenzen und Gewohnheiten und die kann man nicht an den Begriffenb cw oder nw festmachen. Genau so wenig wie man sich auf echtes Definitionen für die Farbbereiche festlegen konnte, bzw sich eben nicht daran hält.

Man wird aber oft belächelt oder eher bemitleidet und muß hören bzw. lesen "am Anfang findet man CW gut, das ändert sich mit der Zeit"(Sozusagen als erfahrener Flashie)
Das belächelt werden halte ich ebenfalls, mit Verlaub, für groben Unfug, auch wenn ich mich selbst oft eher zur 5000K Fraktion zählen mag.
 
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9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
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Was ich damit abschließend sagen möchte ist, das ich es leid bin das nur NW als tolles Licht und schöne Farbe anzuerkennen

Ich habe den Eindruck, dass Menschen Farben generell sehr unterschiedlich empfinden. Wie würde man denn einem Anderen eine Farbe beschreiben? Man ist auf Vergleiche von bekannten farbigen Gegenständen bei ähnlicher Beleuchtungsstärke angewiesen. Was der Andere dann wirklich sieht, kann man nicht genau wissen.

LED-Lampen haben nun mal keinen CRI von 99. Man muss Abstriche machen. In welche Richtung es gehen sollte, hängt wahrscheinlich sehr stark von der Anwendung ab.

Das Erkennen von Gegenständen nachts in großer Entfernung bei gerade noch ausreichendem Licht spricht eher für CW, mehr Leistung und Farben sind unter 1Lux sowieso nicht unterscheidbar (Stäbchen, Zapfen in den Augen).

Bei hohen Beleuchtungsstärken in nächster Nähe sind mir Farben angenehmer, wie man sie vielleicht in der Dämmerung vorfindet.

Gruß Jörg
 

andi25252

Flashaholic**
4 Februar 2012
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Direkt neben Stuttgart
Ich bin ein großer Freund von "kaltem" Licht da es einfach heller wirkt ABER meine absoluter Liebling zum Anleuchten von Sachen ist die Stubby

Die hat laut Beschreibung 3 Nichia 219 Hi-CRI LEDs mit 4500K.

Ich hätte mir niemals vorstellen können was für ein tolles Licht das ist. Wenn ich draussen zum Beispiel Büsche im Garten anleuchte erscheinen die, es ist kaum zu beschreiben .... "plastischer" als tagsüber , .. als ob sie "3-dimensionaler" wären ... man kann sich das nicht vorstellen ohne es gesehen zu haben.

Im Haus haben wir im 1. Stock einen Kirschfußboden, als sehr rötlich. Mit kaltem Licht angeleuchtet wirkt der eher bis ins Graue ...... aber mit der Stubby ist es als ob der Boden von Innen leuchtet, nicht als ob er angeleuchtet wird. Und die Farben, Wahnsinn.

Aber man muss das sehen, trotz meiner eventuell sichtbaren Begeisterung, kann ich es nur unzulänglich beschreiben

Grüßle
Andi
 
P

P607

Guest
Wenn ich draussen zum Beispiel Büsche im Garten anleuchte erscheinen die, es ist kaum zu beschreiben .... "plastischer" als tagsüber , .. als ob sie "3-dimensionaler" wären ... man kann sich das nicht vorstellen ohne es gesehen zu haben.
Absolut nachvollziehbar beschrieben.

Ein anderes Beispiel
In der Aquaristik kloppt man sich seit Jahr und Tag um die richtige Beleuchtung.
Mal unabhängig von bestem Licht für Pflanzen und gegen Algen hat sich Folgendes bewährt:
In sparsam beleuchteten Becken, die oft mit Röhren wie 840 oder 860/865 beleuchtet werden, kann man bei gängiger Raumtiefe eine schwarze profilierte Rückwand fast nicht ausmachen.
Hängt man über das gleiche Becken eine sog. Vollspektrum-Röhre 950/954 erkennt man auf einmal alle Details der Rückwand. Die ist wohlgemerkt immer noch schwarz und die Vollspektrumröhre gilt als weniger hell.

Ins Schlafzimmer des Nachbarn leuchte ich aber am liebsten mit ultra-kalt. :D
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
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NRW
Wenn man mal mit Licht arbeiten musste (...) kommt man automatisch auf den Bereich um 5000K-5500K. Und dann werden bspw High-CRI viel zu selten genannt oder genutzt.

Das ist beileibe nicht gelb, sondern eigentlich "unbunt". Heisst: es sollen so wenig wie möglich Verfälschungen unserer Sehgewohnheiten stattfinden.


Wow-Effekt (...) cw
(...)Natur getreue Details (...) nw
Warmes Licht (...) für Entspannungsübungen

Ich finde, diese drei Beschreibungen für die Lichtfarbe treffen die Gründe für die Präferenz für die jeweilige Lichtfarbe sehr gut. Es kann auch sehr gut sein, dass die bevorzugte Lichtfarbe von der Verwendung abhängt. Auf einer Suche nach dem Hund kann man durchaus zu einer anderen Lösung kommen als z.B. beim gemütlichen Beisammensitzen im Zelt.

Wenn ich Lichtfarbe des Sonnenlichts am Mittag beurteilen müsste, käme ich weder auf cool- noch auf warmwhite. Das perfekte Licht wäre aus meiner Sicht eine möglichst identische Imitation des Sonnenlichts. Allerdings reicht allein die Farbtemperatur in Kelvin nicht aus, die Zusammensetzung des Lichtspektrums ist entscheidend. Mit LED oder HID ist es derzeit noch unmöglich, auf ein ähnliches Lichtspektrum wie das der Sonne zu kommen. Am ehesten geht das noch durch (übersteuerte) herkömmliche Glühlampen.

Ein anderer Aspekt darf nicht vernachlässigt werden. Der Mensch ist über Hunderte von Jahren eine bestimmte Art des Lichts gewohnt (Feuer, Fackeln, Glühlampen). Glühlampen-/Halogenlicht mag ineffizient und eher als Heizung geeignet sein, von der Art des Lichts kommt es aber immer noch dem Sonnenlicht am nächsten.

Warmweiße LED imitieren im Grunde das Licht der altherkömmlichen Lichtquellen. Sie sind quasi ein Imitat des Imitats des Sonnenlichts. Dennoch ist ihre Akzeptanz unter all denen, die mit Taschenlampentechnik (als Hobby) nichts am Hut haben, sehr hoch. Fragt mal 10 unbedarfte Personen (Familie, Bekannte...), welches LED-Licht sie am angenehmsten finden. Schätzungsweise 8 von 10 würden die warme Lichtfarbe bevorzugen. Nur warum?

Neutralweiße LED imitieren weniger den Output von Glühlampen und sind der Versuch eines Kompromisses zwischen dem eigentlich zu warmen Licht von Glühlampen und dem Sonnenlicht. Wegen der geringen Bandbreite des LED-Lichts gelingt das nur unzureichend. Auch die Lichtfarbe wird von vielen als (zu) gelb empfunden. Sehr gelungen ist imho in dieser Hinsicht eine XM-L(2) T6 3C (ja, ich weiß, Binning ist nicht gleich Lichtfarbe), die fast reinweißes Licht erzeugt.

Kaltweißes Licht vermeidet in der Regel eine unerwünschte Gelb- oder Rotfärbung. Allerdings fängt man sich im ungünstigen Fall eine Grün-/Blau- oder Violett-Tönung ein.

Mit welcher "Verfärbung" man nun am ehesten leben kann, ist wirklich Geschmackssache. Was ich den kaltweißen LEDs jedoch ankreiden muss, ist dass sie zusätzlich zu den grundsätzlichen Mängeln der LEDs auch noch die Farben der angeleuchteten Dinge entfernen und alles wie ausgewaschen wirkt.
Gleichwohl will ich eine besondere Eignung solchen Lichts für bestimmte Bereiche (Selbstschutz, Wachdienst, Polizei usw.) nicht absprechen.


Vermutlich meinst du, Jürgen, auch insbesondere mich, wenn du deinen Beitrag als Vorwurf gemeint hast. Für mich persönlich hätte eine Lampe beispielsweise ein schönes Licht, wenn ihr Lichtkegel möglichst homogen wäre. Also nicht:
- Spot weiß + Corona gelb + Spill bläulich
- Spot grün + Spill neutral
- Spot kaltweiß + Spill violett
usw.
Bei einigen Lampen verwende ich deshalb gern einen Diffusor, der die einzelnen Bereich im Beam angleicht.

Ein schönes Licht wäre für mich ebenso, wenn es nicht als grelles Kunstlicht empfunden würde. Und da ist - so ist mein persönlicher Geschmack - eine helle Glühlampe oder vergleichbare LED-Leuchten noch am liebsten.

Nebenbei: der "Normalbürger" empfindet anders als der typische Flashy. Er begeistert sich für die Technik und bewundert die Leistungsfähigkeit seiner Leuchten. Das dürfte ein ganz anderer Standpunkt sein als der von Otto-Normalo.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Also bei meinen neueren Lampen mit der warm-weißen XM-L2 high-cri gibt es das Problem mit den Verfärbungen innerhalb des Beams eigentlich nicht mehr. Bei der Nichia 219 ist es genauso. Dafür ist das Licht der Crees ziemlich gelblich, wie eine Halogenlampe an Überspannung.

Der höhere Kontrast wird übrigens vor allem höhere CRI-Werte (also besserer Farbwiedergabe) erreicht, weniger durch 'ne andere Lichtfarbe. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
 
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