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#1
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Da habe ich eine nette Stablampe aus Bakelit in die Finger bekommen. Ich habe keine Ahnung vom Baujahr (50er?), ich kenne noch nichtmal den Hersteller, denn mit dem Logo auf der Endkappe mit dem Buchstaben N über S kann ich bisher nichts anfangen (und auch nichts mit dem "Patent"-Logo im übernächsten Bild). Edit: Das ist gar kein "N" sondern ein "Z" - der Hersteller war nämlich Zeiler. Die "Steuerzentrale" ist ein interessanter Anblick: Schalter Der glatte runde Knopf ist ein Taster für Blinksignale. Mit dem geriffelten Schiebeknopf kann man dauerhaft ein- und ausschalten. Er betätigt einfach den Taster: Fokussieren Das schwarze Drehrad dient zum Fokussieren. Und das ist ein schon fast abenteuerlicher Mechanismus. Mit dem Rad wird nicht der Reflektor, sondern die Glühbirne verschoben. Und so sieht das hinter dem Reflektor aus: Die Funktionsweise erkennt man bei meinen unscharfen Bildern besser nach Zerlegen. Weiter unten sieht man also Lampenfassung (samt Glühbirne) und im zweiten Bild die geschlitzten Messingbügel (wobei der bewegliche linke Bügel ganz nach oben geklappt ist). Die Schlitze dienen als Führung für die beiden kleinen seitlichen Sifte der Birnenfassung. Der lange Stift am Fuß der Schraubfassung ist isoliert. Er wird zwischen das Kontaktplättchenpaar gesteckt, das unter den geschlitzten Messingbügeln noch halb sichtbar ist und das direkt mit dem Pluspolkontakt der Batterie verbunden ist. (Der kleine Stift, der neben der Birnchenfassung auf dem Deckel liegt, dient zum Verbinden des beweglichen Messingbügels mit dem inneren Teil des Drehrades.) Im Deckel befindet sich unter der Kegelfeder in der Blechbüchse Platz für eine Ersatzbirne. Ich muß mir erst noch Ersatz besorgen, insbesondere weil die eingebaute Birne fälschlicherweise durch einen 6V Typ ersetzt wurde - es sind aber nur drei Mono-Batterien in der Lampe. Bakelit-Stempel , Codes Apropos Bakelit und unbekannter Hersteller: Auf vielen Bakelit-Gegenständen findet man einen Bakelitstempel, der wenigstens Auskunft über das Preßwerk geben kann. So auch bei dieser Lampe, im Bild das Symbol ganz rechts: Hintergrund des Stempels: Als Bakelit zunehmend in größerem Maßstab - und vor allem von vielen verschiedenen Firmen - hergestellt wurde, enstand beim VDE (als einem der Hauptabnehmer) das Bedürfnis, das Material zu kennzeichnen. Das Symbol rechts ist ein besagter Bakelit-Stempel des staatlichen Material-Prüfungsamtes. Das Zeichen ist stilisiert aus einem M und ein P zusammengesetzt. Außerdem sind zwei Codes enthalten, der obere bezeichnet das Preßwerk und der untere die Art der Pressmasse. Hier ist es 45, "Presswerk-AG, Essen" und "T1", wie Typ 1, "Phenolharz (Bakelit) mit anorganischem (mineralischem) Füllstoff". Links im Bild sieht man zusätzlich das preßwerk-eigene Logo, "P AG". Die Codes habe ich von dieser Seite, und dort findet man auch eine schöne Illustration des Bakelit-Stempels. Optik Das Frontglas ist interessanterweise eine schwache Linse (etwa ein drittel Meter Brennweite) und deren Sinn ist mir noch nicht klar. Wenn ich die Linse abnehme, kann ich das eigentlich durch Nachfokussieren ausgleichen. Der Spiegel wiederum ist versilbert. Das ist doch mal ein schöner Zug. Reparatur Um die lampe funktionsfähig zu bekommen, mußte ich sie erst noch reparieren. Die Durchkontaktierung vom Reflektorgehäuse ins Batteriefach geschieht durch zwei Messingschrauben/-Muttern - eine war verlustig gegangen, aber unverzichtbar. Ein ziemliches Gefummel, bis ich eine Ersatzschraube fest drin hatte (ich habe keine so langen kleinen Schlitzschraubendreher). Und an der Birnchenfassung ist der Teil mit den seitlichen Stiften an die Fassung angelötet, die Lötstellen waren bei mir aber aufgebrochen. Die Ummantelung der Schraubfassung (zur Führung im Reflektor) war wiederum aufgeklebt und weniger hitzefest, als ich gehofft hatte - die mußte ich nach dem Löten dann leider durch etwas Selbstgebautes ersetzen (im Bild weiter oben schon mit Ersatz). Fazit - Kennt eigentlich jemand das Hersteller- oder das "Patent"-Logo? - Im Moment wegen 6V Birne noch etwas arg duster. - Ganz schön aufwendig. Und wenn ich mir überlege, das so ein Ding möglichst niemals runterfallen darf, weil Bakelit ganz schön spröde ist... - Der Mechanismus zur Fokussierung funktioniert dann übrigens ganz gut und ohne sichtbare Wackler der Beleuchtung. Aber ein wenig heikel erscheint mir das ganze trotzdem. - hübsch, nicht? Geändert von RC-Drehteile (29.04.2012 um 20:50 Uhr) Grund: ein paar Umformatierungen |
| Folgende 8 Benutzer sagen Danke zu sma für den nützlichen Beitrag: | ||
djmykemyers (30.04.2012), Duglum (09.11.2011), FrankD5 (09.11.2011), gonzo77 (09.11.2011), Lamba (09.11.2011), lightbeam (09.12.2011), realive (09.11.2011), WonkotheSane (09.11.2011) | ||
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#2
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nette lampe, ich frag mich die ganze zeit wo die wohl ihren einsatz gehabt haben wird? von der optik her würde ich auf kino,hotel oder sowas tippen...
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#3
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Schönes Teil, gz
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#4
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Das ist gar kein "N" sondern ein "Z" - der Hersteller war nämlich Zeiler.
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu sma für den nützlichen Beitrag: | ||
Duglum (29.04.2012) | ||
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#5
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könnte auch aus der Zeit vor WKII stammen.
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| alte Taschenlampe, Bakelit |
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