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#1
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Hier kommt ein etwas betagteres Dynamo-Modell namens DUAL. Man findet das ganz ähnlich gebaut häufiger als Philips. Mir ist noch nicht klar, was DUAL hier genau bedeutet und ob das der Phono-Hersteller sein kann. Ich kenn dessen Logo nur in etwas anderer Art. Ich habe nirgends weitere Infos oder Hinweise auf die Herkunft gefunden. Das Alter ist mir auch unbekannt. Und die Lampe sieht jünger aus, als das Philips-Modell aus den 40ern. Puh! Sie ist vollständig und hat den Linsenaufsatz. Man sieht solche Modelle häufig ohne, ganz in dieser Art, da der Aufsatz nicht besonder gut einrasten kann, Der Leuchtmitteltyp steht ganz prominent außen drauf, Nun aber zu den Innereien. Auf dem folgenden Bild kann man einigermaßen nachvollziehen, wie der Antrieb funktioniert: Der eigentliche Dynamo, Magnet samt Spule, steckt im Zylinder, dazu mehr weiter unten. Noch der Blick von der andere Seite: und die Fassung für die Glühbirne Die Achse am großen Zahnrad ist recht dick. Die Lampe hat einen Freilaufmechanismus und mir schien der in dieser Achse untergebracht zu sein. Da mich sowohl der Freilauf, als auch der Aufbau des Dynamo interessiert hat, und obwohl der Freilaufmechanismus in der Hohlachse wohl sehr winzig wäre und die Rückholfeder für den Antriebshebel auch noch recht bissig war, habe ich in einem Anfall von Übermut trotzdem weiter zerlegt: Deckel abgenommen: Auf dem großen Zahrad befindet sich ein kleinerer Aludeckel (mit drei Laschen) und es stellte sich dann heraus, daß der Freilauf in Wirklichkeit hier drunter steckt, dazu gleich. Das große Zahnrad abgenommen und umgesteckt: Jetzt sieht man den oberen Teil des Dynamo, und der wurde sogar ausgewuchtet, wie man an den zusätzlichen Bohrlöchern erkennt. Auch dieses Teil abgenommen und rübergesteckt: Der äußere Ring an der Unterseite des nach rechts umgesteckten Teils ist der Permanentmagnet. Links sieht man nun ein Eisenblechkreuz und am Rand ringsrum Laschen, die hochgebogen sind. Die Laschen, die nicht zum Kreuz gehören, gehen hinunter, wo die Spule liegt. Die Laschen nehmen also das Wechselfeld und führen es ins Innere der Spule. Wenn man den Aludeckel auf dem großen Zahnrad abnimmt, wird der eigentliche Freilauf sichtbar: Im Uhrzeigersinn findet keine Kraftübertragung statt, da sich die Kugeln dann in den sich aufweitenden Teil der Lücke und dort an den Anschlag begeben. Gegen den Uhrzeigersinn hingegen klemmen die Kugeln im enger werdenen Teil. (Ausgerechnet das Bild wurde natürlich besonders unscharf, vielleicht war's ja die Begeisterung ich zerleg das Ding aber nicht nochmal)Der Freilauf lief recht rauh und ich habe alles nachgefettet, versuchsweise sogar die Flächen um die Kugeln. Es klemmt dennoch weiter bestens! Durch diesen Freilauf erscheint mir die Lampe etwas weicher und leiser zu laufen, als Modelle mit einem einfachen "Haken" an einem Zahnrad. Diese Lampen erzielen bei ebay sehr stolze Preise (>50 Öre). Da sind mglw. auch stets Militaria-Liebhaber (a la "WWII-Lampe!") unterwegs. Ich bin glücklicherweise zufällig auf hood.de fündig geworden, wo die Preise natürlich freundlicher sind. Zum Schluß noch der obligatorische Beamshot; die Lichtverteilung ist ganz passabel. Wie ganz häufig bei den alten Lampen mit Linse ist er direkt am Rand deutlich heller. Hier hat die Linse in einem ganz kleinen Bereich einen viel stärkeren Lupeneffekt und bündelt stärker. (Ich frage mich bei den Lampen ja regelmäßig, ob das mit kürzerer Brennweite nicht geschickter wäre.) Geändert von sma (17.01.2012 um 01:54 Uhr) |
| Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu sma für den nützlichen Beitrag: | ||
gonzo77 (27.01.2012), light-wolff (17.01.2012), NashBen (17.01.2012), Sternwanderer (17.01.2012), walter01 (17.01.2012) | ||
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#2
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Sehr schöne Vorstellung der alten Phillips! Das ist ja eigentlich schon ein Test!
Sieht immer noch gut aus die kleine. Schön, dass du die Innereien "erklärt" hast! ![]() Viele Grüße, Ben |
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#3
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In der Tat, ein sehr schönes Review.
Das ist ja ein richtiges Stück "Technik mit Mechanik"! ![]() Wenn du beim letzten Bild nicht "Beamshot" dran geschrieben hättest, hätte ich vermutet, dass wäre die Oberfläche irgendeines weiteren Teils aus den Innereien. ![]() Gruß Walter |
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| alte Taschenlampe, Dynamo |
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